Die Regensburger Bunkerladies haben ihre Siegesserie eindrucksvoll fortgesetzt und zugleich den perfekten Rahmen für einen besonderen Abend geschaffen. Beim Heimsieg gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten wurde nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch die Renovierung des Vereinsheims gefeiert.
Manchmal passt einfach alles: Das Heimspiel des ESV 1927 Regensburg in der zweiten Alsco Handball Bundesliga Frauen gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten am Samstagabend, den 18. April, stand ganz im Zeichen der erfolgreichen Renovierung des ESV-Vereinsheims durch den Sponsor Heinrich Schmid. Vor dem Spiel bedankte sich ESV-Initiator Martin Kuttenberger bei den Regensburger Standortleitern von Heinrich Schmid, Markus Hofstetter und Kevin Kopp, mit einem gerahmten Trikot für die „sensationelle Umsetzung“. Dass nach Spielende die Pressekonferenz in den neu gestalteten Räumlichkeiten und das anschließende Mannschaftsessen in der Heinrich Schmid-Business Lounge sehr ausgelassen ausfielen, hing mit dem Ergebnis zusammen: Die Bunkerladies schlugen die Handball-Luchse klar mit 39:32(20:15) und boten den Zuschauern im erneut sehr gut besuchten „Bunker“ ein echtes Torfestival.
„An dem Spiel lässt sich die Entwicklung der Mannschaft gut festmachen“
Der Tabellensiebte aus Regensburg ging nach den starken Leistungen zuletzt favorisiert in die Begegnung, war aber durch die starken Ergebnisse der Gäste aus dem Süden Hamburgs gewarnt. „Wir hatten durch den klaren Sieg in Nürtingen viel Selbstvertrauen getankt“, sagte die später zur „Spielerin des Spiels“ gewählte Julika Birnkammer zum guten Start der Schwarz-Blauen. Die setzten von Beginn an auf ihr gefürchtetes Tempospiel und fanden auch im Positionsangriff nahezu die passende Lösung. Hätte Luchse-Torfrau Anja Rossignoli nicht einige Hochkaräter vereitelt, wären die Luchse noch mehr in Verlegenheit geraten. Nach dem 10:6-Zwischenstand sorgte der Ausfall der Hallenuhr für eine längere Unterbrechung. Anschließend kam ein kurzer Bruch ins ESV-Spiel und Buchholz verkürzte auf einen Treffer. ESV-Trainer Bernhard Goldbach griff zur Auszeit. Mit Erfolg, ein 5:1-Lauf zur 20:15-Pausenführung war die Konsequenz. Großen Anteil daran hatten neben Birnkammer (10 Feldtore) Linksaußen Caroline Härtl und die eingewechselte Milena Stürenburg, die mit vier Treffern aus vier Versuchen die zwischenzeitliche Torflaute behob.
Nach dem Seitenwechsel blieben die Regensburgerinnen das bessere Team. Torhüterin Ella Jaeschke, die unter anderem drei Strafwürfe entschärfen konnte, nahm den Gästen mit ihren Paraden immer wieder den Wind aus den Segeln. Im Angriff blieben die Bunkerladies torhungrig. Bernhard Goldbach nutzte die Chance, allen Feldspielerinnen Einsatzzeiten zu geben. Zwölf verschiedene Torschützinnen unterstrichen die gute Mannschaftsleistung. Lucia Kollmer konnte gegen ihren Ex-Verein drei Treffer beisteuern und komplettierte die starke Vorstellung am linken Flügel. Die durchaus mögliche 40-Tore-Marke fiel zwar knapp nicht, die Zuschauer waren vom Spiel und den 71 Toren natürlich trotzdem begeistert. Naturgemäß waren weder Luchse-Trainer Dubravko Prelcec noch sein Gegenüber Bernhard Goldbach mit den Defensivleistungen zufrieden, der Regensburger Übungsleiter freute sich aber über die Offensivleistung. Prelcec ordnete das Ergebnis auch als in dieser Höhe verdient ein. „An dem Spiel lässt sich die Entwicklung der Mannschaft gut festmachen. Auch wenn man als Trainer immer etwas zu kritisieren hat, haben wir einen gefährlichen Gegner souverän in die Schranken verwiesen“, sagte der Sportliche Leiter Robert Torunsky. Durch den Erfolg kletterten die Bunkerladies auf Platz sechs des Sechzehner-Feldes.
H.C. Wagner / Bunkerladies / RNRed