Die Bunkerladies des ESV 1927 Regensburg reisen morgen zu den Füchsen nach Berlin und treffen in Charlottenburg auf ein formstarkes Spitzenteam. Im engen Aufstiegsrennen geht es um wichtige Punkte, während die Regensburgerinnen mit Tempo und Mut den Favoriten ärgern wollen.
Der ESV 1927 Regensburg, Bayerns einziger Bundesligist in der zweiten Alsco Handball Bundesliga Frauen, fährt in die Hauptstadt: Das Duell mit den Füchsen Berlin am Samstagabend, den 25. April, um 19:30 Uhr könnte aber erstmal das vielleicht letzte Aufeinandertreffen sein – sofern die „Spreefüxxe" (40:8 Punkte) noch Tabellenführer Leipzig (43:5) abfangen oder den aktuellen zweiten Platz verteidigen und sich in der Relegation gegen einen noch zu ermittelnden Erstligisten durchsetzen können. Zu verdanken haben die Berlinerinnen die gute Ausgangssituation nicht nur ihren neun Siegen in Serie, sondern auch dem Auswärtssieg des ESV bei der ebenfalls aufstiegswilligen TG Nürtingen (38:10) vor drei Wochen. Nun stehen für das Team von Trainerin Susann Müller die Wochen der Wahrheit an: Nach Regensburg, warten mit den Auswärtspartien in Rödertal und Nürtingen sowie das Heimspiel gegen Leipzig „harte Brocken“.
„Wir können ohne Druck aufspielen, wollen frech sein und Berlin ärgern“
Um das seit Jahren knapp verfehlte Ziel erste Liga zu erreichen, haben die Füchse im Januar noch die ehemalige Bundesliga-Linkshänderin Anouk Nieuwenweng nachverpflichtet. Die große Stärke des Teams in der Physis: Deswegen wartet auf die Bunkerladies ein ganz schwerer Gang in der Sporthalle Charlottenburg. „Im Positionsangriff sind die Füchse schwer zu knacken“, weiß ESV-Trainer Bernhard Goldbach noch von der 26:29-Hinspielniederlage. Sein Team müsse deshalb versuchen, den Tempohandball der vergangenen Wochen auch in Berlin auf das Parkett zu bringen. Die Torausbeute beim 36:28-Erfolg in Nürtingen sowie zuletzt beim 39:32-Heimsieg über Buchholz 08-Rosengarten war in der Tat hervorragend. „Wir können ohne Druck aufspielen, wollen frech sein und Berlin ärgern“, sagt der Übungsleiter. In der Vergangenheit ist das bereits zweimal gelungen: 2023 gewannen die Oberpfälzerinnen an der Spree mit 26:25, vergangene Runde konnte ein 25:25-Unentschieden gefeiert werden.
H.C. Wagner / Bunkerladies / RNRed