Der SSV Jahn Regensburg hat sein letztes Auswärtsspiel der Saison verloren. Beim SV Waldhof Mannheim entschied ein unglückliches Eigentor von Julian Pollersbeck die Partie. Trotz später Druckphase unterlag die Jahnelf schlussendlich mit 0:1.
Durch ein Slapstick-Eigentor von Unglücksrabe Julian Pollersbeck hat der SSV Jahn sein letztes Auswärtsspiel der Saison verloren. Die Jahnelf ging letztlich in einer insgesamt ereignisarmen Partie mit 0:1 (0:0) gegen den SV Waldhof Mannheim als Verlierer vom Feld.
Wenig Tempo, viel Abzutasten
Bei den Regensburgern verhalf Sascha Hildmann zwischen den Pfosten Julian Pollersbeck zu seinem Saisondebüt in der Liga. Sonst begannen die gleichen zehn Feldspieler wie beim 2:1 gegen Hoffenheim II in der vergangenen Woche. Die ersten Minuten im Carl-Benz-Stadion wurden von beiden Teams zunächst passiv gestaltet, die Defensivreihen standen sicher und es fehlte die Risikobereitschaft in den Aktionen. Mannheims Zuspiele in der Offensive waren zunächst zu ungenau, Sturmtank Terrence Boyd wurde jedoch immer wieder gezielt gesucht. Adrian Fein schlenzte auf der anderen Seite eine Freistoßflanke in den Fünfer, Nijhuis im Waldhof-Tor faustete die Kugel zur Ecke (10.). Die folgende Ecke köpfte Seidel ohne viel Druck in die Arme des Mannheim-Keepers (11.). Boyd probierte es für die Gastgeber mit einem Schuss aus der Drehung – kein Problem für Julian Pollersbeck (18.). Es fehlte beiden Mannschaften an Esprit & Konsequenz – Mitte der ersten Halbzeit blieb es unaufgeregt, das Spiel tröpfelte dahin. Eichingers Schuss aus knapp 20 Metern stellte dann aber die beste Jahn Torannäherung dar – seinen halbhohen Schuss ließ Nijhuis zur Seite prallen (29.). Bierschenk verzeichnete schließlich für den SV Waldhof die beste Gelegenheit – seinen Schuss aus spitzem Winkel fischte Pollersbeck sicher aus dem Eck (32.). Es blieb bis zur Halbzeit eine zähe Angelegenheit, auch die Standards wurde auf beiden Seiten resolut wegverteidigt. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hatte der Jahn dann doch noch einmal eine Chance: Schönfelders strammen Distanzschuss konnte Nijhuis nur nach vorne abprallen, den Nachschuss jagte Hottmann aber deutlich am Kasten vorbei (45.).
Die Jahnelf startete mit John Posselt anstelle von Schönfelder in den zweiten Durchgang. Zunächst sortierten sich beide Mannschaften neu. Mit einem äußerst kuriosen Tor ging der Waldhof eher aus dem Nichts in Führung: Fein passte zurück auf Pollersbeck, dem der Ball unter dem Fuß durchrutschte und ins Tor kullerte (53.) – was für ein krummes Ding. Die Jahnelf musste sich zunächst schütteln, kam aber durch zwei Halbchancen von Bene Saller (58./60.) zurück in diese Partie. Die Partie wurde nun umkämpfter, beide Mannschaften legten etwas mehr Mut an den Tag. Der SSV versuchte den ärgerlichen Rückstand wettzumachen, Waldhof blieb beim Gegenstößen gefährlich. Die Versuche von Hottmann (68.) und Fein (69.) waren keine größere Gefahr für das Waldhof-Tor. Sascha Hildmann reagierte nun mit einem Dreifachwechsel: Stolze, Bauer und Kühlwetter ersetzten Ziegele, Oliveira und Eichinger (73.). Kühlwetter hatte gleich den Ausgleich auf dem Fuß, mit etwas Platz setzte er seinen Schuss im Strafraum an den Außenpfosten (78.). Die Jahnelf drückte nun Mannheim mehr und mehr in ihre Hälfte. Für etwas Entlastung sorgte Ferati, der seinem Schuss aber neben das Tor setzte (83.). Und tatsächlich kam der SSV in der fünfminütigen Nachspielzeit noch einmal zu zwei Großchancen: Kühlwetter scheiterte an Nijhuis (90.+2) und mit dem allerletzten Angriff köpfte Strauss eine Fein-Ecke an die Latte (90.+5). Es blieb letztlich beim bitteren 0:1. Für den Jahn geht es nun am kommenden Samstag, den 16. Mai, im letzten Heimspiel gegen Energie Cottbus.
SSV Jahn Regensburg e.V. / RNRed