Die Schwarzachklamm, kurz vor den Toren Nürnbergs, ist ein ganz besonderes Kleinod in unserer Region und nur knapp 90 km entfernt. Die Schwarzach hat sich hier tief in den roten Burgsandstein gegraben – Wasser, der historische Ludwig-Donau-Main-Kanal, Felsen, Höhlen und ein wunderschöner Biergarten mitten im Wald – das ist definitiv einen Ausflug wert.
Aber Achtung: Bei schönem Wetter wissen das auch die Nürnberger und ab Mittag ist am Ende in der Klamm selbst durchaus einiges los. Wir beginnen unsere ca. 10 km lange und flache Wanderung in Schwarzenbruck. Mittig hindurch führt die B8 (Regensburger Straße) entlang derer, wo es viele kleine Straßen gibt und geparkt werden kann. Wir laufen letzten Endes jedenfalls beim zentralen und großen EDEKA los, queren die B8 und gehen in die Straße „Zum Wiesengrund“. Hinunter kommt bald eine große Wiese, die wir nach rechts entlang dem Naturfußballfeld umrunden. Nach einer weiteren Wiese betreten wir bald den Wald und während wir die Schwarzach bislang fast nicht sehen konnten, geht es nun direkt am Wasser weiter – die erste Bademöglichkeit für Vierbeiner. Neben uns ragt das Petzsche Schloss rechter Hand nun im Wald nach oben und etwas weiter kommen wir am Südende Schwarzenbrucks heraus, queren die Schwarzach nach links über die Brücke und sehen das „Faberwehr“. Wir bleiben auf der Dürrenhembacher Straße, die nach den Häusern bald zur Schotterstraße wird – verkehrsfrei.

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Wir folgen dieser entlang der Stromtrasse durch den lichten Föhrenwald bis wir nach einem Kilometer auf den Ludwig-Donau-Main-Kanal treffen. Dieser war eine 172,4 km lange Wasserstraße zwischen der Donau bei Kelheim und dem Main – und damit ein Teil einer Verbindung zwischen Nordsee und Schwarzem Meer. Er wurde zwischen 1836 und 1846 erbaut und hatte 100 Schleusen – die 50er-Nummern sehen wir beim Gehen entlang des Kanals, dem wir 2 km folgen (links ist es ruhiger). Unfassbar, in welcher Zeit damals so ein Großprojekt umgesetzt wurde – ohne schwere Maschinen. Es darf sich gewundert werden, vergleicht man heutige Verkehrswegplanungen. Sanierung Tunnel Regensburg: 13 Jahre angedacht, für ein paar hundert Meter. Äpfel und Birnen? Jedenfalls Zeit für eine Kanalpause. Selbiger pausiert übrigens seit 1950.
Schließlich treffen wir auf die historische Kanalbrücke, deren Ausmaße man aber nur sieht, wenn man direkt nach dem nun kommenden Biergarten rechts in die Schlucht hinuntersteigt.
Der Biergarten, bzw. die Waldschänke Brückkanal, lädt zum Verweilen – Schnitzel mit Pommes für 14 Euro. Es duftet und hier treffen sich viele Menschen in den weitläufig verteilten Bereichen.

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Einmal hindurchmarschiert geht es wieder in den Wald weiter und nun in die Schwarzachklamm mit ihren tollen Felsformationen und unwirklichen Farben (für den Oberpfälzer, der Rot nur aus dem Grand Canyon oder der Côte d´Azur kennt). Höhlen, Felshöhlenhäuser und kleine Strände lassen den Wanderer träumen, vor allem wenn man vorher keine Bilder angesehen hat und eher zufällig dort landet – überraschen Sie Ihren Partner also einfach! Nach der Klamm treffen wir nach gut 600 Metern wieder auf die Südspitze Schwarzenbrucks, gehen automatisch einen etwas anderen Schlenker und kommen dann wieder beim Petzschen Schloss auf den Weg, auf dem wir das erste Mal die Schwarzach gesehen haben. Es geht von hier zurück wie gekommen.
Wer kleine Kinder dabei hat, kann auch gleich in der Südspitze Schwarzenbrucks parken und nur den Klammwanderungsteil laufen (ca. 7km).
Nick Lengfellner I filter Magazin