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Den Gipfel genießen, dem Körper und der Natur beim Aufstieg näher kommen – Sommer wie Winter locken die Berge im Bayerischen Wald tausende Wanderer an. Wer das Gebiet kennt, weiß, dass schönste Landschaften auch mit wenig Strecke auskommen. Doch je ausgedehnter die Wege, umso fantastischer gebiert sich die Natur.

Das Wandergebiet Rachel
Rund um den höchsten Berg des Bayerischen Waldes- den Rachel- gibt es für alle Naturliebhaber und Wanderfreunde eine Menge zu entdecken. Durch die urigen Wälder gelangen Sie über gut markierte Wanderwege zum Rachel und seinem mystischen See. Hier gibt es zwei verschiedene Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen.

1.) Rundweg Auerhahn
Orte: Spiegelau, Gfäll, Lieslbrunn, Waldschmidthaus, Rachelsee, Großer Rachel, Rachelkapelle
Zeit: ca. 4 Stunden
Strecke: 11 km
Höhenmeter: 1.450 m
Höhenunterschied: 500 m

Wegbeschreibung
Wenn Sie die Wanderroute „Auerhahn“ ausprobieren möchten, fahren Sie zunächst mit Ihrem Auto den P+R Parkplatz in Spiegelau an, der etwa eineinhalb Stunden von Regensburg entfernt liegt. Der Parkplatz Gfäll bietet keine Möglichkeit das Auto abzustellen, da dieser in der Zeit von 08:00 – 18:00 Uhr mit einem Privat-PKW nicht angefahren werden darf. Vom P+R Parkplatz Spiegelau können Sie nun den Igelbus nehmen, der für alle Besucher mit Gästekarte kostenfrei ist. Dieser bringt Sie schließlich zum Parkplatz Gfäll, von wo aus die Wanderroute startet. Von dort aus geht die Tour steil bergauf zum „Lieslbrunn“ auf eine Höhe von etwa 1100 Meter, durch einen Bergmischwald und von dort aus weiter zum Waldschmidthaus, in welchem Sie traditionell bayrische Köstlichkeiten erwarten. Ab einer Höhe von etwa 1200 Meter wird das Gelände wieder flacher und auch der Wald beginnt sich zu lichten. Am Waldschmidthaus auf etwa 1360 Meter angekommen, lohnt sich ein kurzer Abstecher zum Ausblick auf den atemberaubenden Rachelsee. Steintreppen führen nun hinauf zum Großen Rachel, in einer Höhe von etwa 1453 Metern. Von dort aus können Sie die fantastische Sicht auf endlose Wälder des Böhmerwaldes im angrenzenden Nationalpark Šumava genießen. Felsig und steil geht es über kleine Steintreppen hinab zur Rachelkapelle und von dort aus weiter zum See. Der Rückweg zum Parkplatz Gfäll ist nun verhältnismäßig einfach mit nur geringen Höhenunterschieden.

2.) Rundweg Buntspecht
Orte: Racheldiensthütte,Rachelsee, Felsenkanzlei
Zeit: 2,5 Stunden
Höhenmeter: 1164 m
Höhenunterschied: 280 m

Wegbeschreibung
Diese Wanderroute startet von der Racheldiensthütte aus, die Sie mit dem Igelbus erreichen können. Zunächst gelangen Sie durch artenreiche Bergmischwälder bergauf in Richtung des Rachelsees. Dort angekommen geht der Weg mäßig bergan weiter durch feuchtes Quellgebiet in Richtung des höchsten Punktes dieser Wanderroute, die Felsenkanzlei. Von dort aus gelangt man wieder zurück zum Ausgangspunkt - der Racheldiensthütte -  über eine alte Schlittenziehbahn.

In der Region um den Rachelsee wurden durch den Borkenkäfer die alten Bergfichten weitläufig abgetötet. Daraus hat sich schließlich ein neuer wilder Wald entwickelt, der außergewöhnlicher und artenreicher nicht sein könnte. Der Blick reicht über endlose Wälder des Böhmerwaldes, den angrenzenden Nationalpark Šumava und das alte Urwaldreservat in der Seewand. Auf allen Strecken sind in regelmäßigen Abständen Informationstafeln aufgestellt, die den Wanderern ermöglichen Näheres über die Region zu erfahren und auf der richtigen Strecke zu bleiben. Der Rachelsee, der in einem ehemaligen eiszeitlichen Gletscher liegt, rundet das ganze schließlich in einem einmaligen und spektakulären Naturschauspiel ab. Für jeden Wander- und Naturliebhaber dringend zu empfehlen!

Zu beachten: Öfters sind starke Steigungen Teil der Route, aber es sind auch einfachere Strecken mit flachen Abschnitten vorhanden.  Beachtet werden müssen die vorgegebenen Wege in bestimmten Bereichen des Nationalparks zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Für beide Wanderrouten wird eine gute Kondition benötigt. Packen Sie sich auf jeden Fall eine Karte mit ein, festes Schuhwerk, Trinken, ein Erste-Hilfe-Set, sowie Schlechtwetterkleidung. Bei schlechten Wetterbedingungen, vor allem bei starkem Wind sollten Sie aufgrund umstürzender Bäume und herabfallendem Totholz umgehend den Wald verlassen.  Es sind auch kleinere Wander- und Radwege rund um das Zwieslerhaus vorhanden, die auch mit dem Rollstuhl oder einem Kinderwagen befahren werden können. Ab dem 15. Mai bis Anfang November verkehren im Stundentakt die Igelbusse zu den wichtigsten Ausgangspunkten im Nationalpark. Neben den Wanderwegen sind auch ausgeschriebene Radwege vorhanden.



3.) Der Große Falkenstein
Etwa zwei Stunden entfernt von Regensburg an der tschechischen Grenze liegt der Große Falkenstein. Es erwarten Sie eine fantastische Aussicht über endlose Wälder, die Höllbachschlucht und das Massiv des Großen Arbers – ein Paradies für jeden Wanderer. Auch die sportlichen werden beim steilen Aufstieg zum Großen Falkenstein gefordert.

Wanderlinie Heidelbeere
Orte:
Zwieslerwaldhaus, Ahornriegel, Höllbach
Zeit: 3,5 - 4 Stunden
Strecke: 8,1 km
Höhenmeter: 1453 m
Höhenunterschied: 620 m

Wegbeschreibung
Die Route startet am Ortseingang Zwieslerwaldhaus, mit dazugehörigem Parkplatz. Von dort aus gelangt man über den Schillerweg zum Ahornriegel auf einer Höhe von 980 m, von wo aus eine atemberaubende Aussicht zum großen Rachel genossen werden kann. Nun kreuzt die Wanderlinie Esche die Route. Überqueren Sie diese sowie den Kleinen Höllbach und Sie gelangen über den Schwellweg zur Höllbachschwelle. Nun führt der Weg steil bergauf und Sie erreichen das Urwaldgebiet Höllbachgespreng mit seinen spektakulären Wasserfällen.                       
Zu beachten:  Im Winter nicht zu empfehlen.

Wanderlinie Esche
Orte:
Ludwigsthal, Ahornriegel, Großer Falkenstein
Zeit: 3 Stunden
Strecke:
7,3 km
Höhenmeter:
1350 m
Höhenunterschied: 
700 m

Wegbeschreibung
Beginnend an der Waldbahn- Haltestelle in Ludwigsthal, bei welcher Sie am Parkplatz „Haus zur Wildnis“ Ihr Auto abstellen können, führt die Route weiter und durchquert die Südseite des Falkensteinmassivs. Schließlich müssen Sie die Wanderlinie Heidelbeere überqueren und der Weg bringt Sie im Bereich des Ahornriegels in Serpentinen steil hinauf bis zum Großen Falkenstein, auf 1350 Meter.



Wanderlinie Eibe
Orte: Zwiesler Waldhaus, Kleiner und Großer Falkenstein
Zeit: 2,5 Stunden
Strecke: 4,1 km
Höhenmeter: 1350 m
Höhenunterschied: 620 m

Wegbeschreibung
Dies ist die kürzeste Route, auf welcher Sie zum Großen Falkenstein gelangen können. Beginnend am Infopavillon, am südlichen Eingang vom Zwiesler Waldhaus, führt der Weg weiter durch Bergmischwälder gleichmäßig den Berg hinauf. Auf Ihrem Weg zum Großen Falkenstein liegt der kleine Falkenstein. An klaren Tagen ist ein kurzer Abstecher zum kleinen Falkenstein absolut empfehlenswert.

Wanderlinie Silberblatt
Orte: Höllbach ,-schwelle, -gespreng. Große Falkenstein
Zeit: 3 Stunden
Höhenmeter: 1315 m
Höhenunterschied: 650 m

Wegbeschreibung
Die Wanderlinie Silberblatt startet am Parkplatz bzw. der Igelbushaltestelle Weiße Brücke. Von dort aus geht es hinein in den Wald, entlang des Höllbachs zur Höllbachschwelle. Steil bergauf gelangen Sie nun zum felsigen Höllbachgespreng. Danach geht es etwas flacher weiter bis zum Gipfel des großen Falkensteins auf 1350 Meter.

In diesem Nationalpark ist Naturschutz oberstes Gebot. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wird das Gebiet rund um den Höllbach und der Urwaldrest an der Mittelsteighütte geschützt und unterliegt ganz seinen natürlichen Begebenheiten. 1997 wurde der Nationalpark schließlich erweitert, wie wir es heute kennen. Wälder, Moore und Fließgewässer entwickeln sich ganz ohne menschlichen Eingriff, umgestürzte Bäume bleiben ganz Ihrem Schicksal überlassen und so entsteht ein einzigartiges und faszinierendes Wildnisgebiet. Das Gebiet rund um den großen Falkenstein wurde seit mehr als 200 Jahren nicht mehr genutzt, sodass diese Wälder heute zu den bedeutendsten und ältesten Urwaldresten in Mitteleuropa zählen, mit einer unglaublichen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Auch der Höllbach mit seinen steilen Felsen und Wasserfällen hinab zur Höllbachschwelle bringt ein unglaubliches Naturspektakel mit sich. Die größte Schacht im Falkensteingebiet- eine Schacht ist eine ehemalige Viehweide in höherer Berglage, von denen die letzte 1963 aufgegeben wurde- bietet einen fantastischen Ausblick auf das Massiv des großen Arbers, der eine Höhe von 1456 Meter aufweist und somit die höchste Erhebung des bayrischen Waldes ist.

Zu beachten: Geeignet ist die Strecke für alle mit einer guten Kondition und der oben genannten Ausrüstung, da der Aufstieg zum Großen Falkenstein teils beschwerliche Stellen aufweist.
Bildquelle: Kamerafoto / sonstige | Bayerischer Nationalpark / Rainer Simonis, Frank Bietau
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