Beste Stimmung auf dem Donaumarkt und im Haus der Bayerischen Geschichte. 11.600 Besucherinnen und Besucher genossen vom 24. bis 26. Juli die vielfältigen Angebote auf dem Fest der Demokratie in Regensburg.
Die diesjährige Bayernausstellung „Brennpunkt Bayern: Hitler und der Kampf um die Demokratie“ erwies sich auch bei dem dreitägigen Festival als Publikumsrenner. Die Ausstellung zeigt den Kampf um die Demokratie Anfang der 1920er-Jahre. In kostenlosen Führungen und bei freiem Eintritt konnten zahlreiche Gäste einen Eindruck davon gewinnen, wie wichtig es ist, Demokratie mit Leben zu füllen.
Das Fest wurde umrahmt von mehreren Aufstiegen des Kunstballons „Up!“ der Münchner Künstlerin Katharina Gaenssler. Mit seiner farbigen Ballonhülle leuchtete er am blauen Regensburger Himmel.
Eröffnet wurde das Fest am 24. Juli um 17:00 Uhr durch die Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Ulrike Scharf, Regensburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger und den Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, Dr. Richard Loibl.
Austauschen, diskutieren und gegenseitig inspirieren
Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf betonte zur Eröffnung des Fests: „Demokratie darf nie eine leere Worthülse sein – gestalten wir Demokratie gemeinsam! Desinformation, Manipulation, Radikalisierung und der wachsende Einfluss von Tech-Milliardären fordern unsere Demokratie heraus. Sie ist ein kostbarer Schatz, den wir hüten und schützen müssen. Demokratie bietet mehr als das Privileg der Wahlen, sie ist der Garant für Frieden und Freiheit. Mit politischer Jugendarbeit legen wir den Grundstein für eine Generation, die sich aktiv an der Demokratie beteiligt. Austauschen, diskutieren und gegenseitig inspirieren – das stand auch im Fokus dieses einzigartigen Demokratiefestes. Wenn wir miteinander reden statt übereinander, wenn wir anpacken und gestalten, spüren wir den Herzschlag der Demokratie. Danke an die vielen Engagierten jungen Menschen und Partner der Jugendarbeit." So bleibt Bayern gemeinsam stark."
„Es besteht Grund zum Optimismus“
Auch Direktor Dr. Richard Loibl machte deutlich, vor welchen Herausforderungen die Demokratie gerade steht: „In der Weimarer Republik kamen rechte und linke Demokraten im Widerstand gegen die Radikalen nicht wirklich zusammen. Das gelingt aber heute und muss noch weiter greifen. Politik muss Handlungsfähigkeit demonstrieren. Es besteht Grund zum Optimismus. Wir Demokratiefreunde sind heute viel mehr als damals.“

Eine Familie am Stand des Deutschen Kinderhilfswerks auf dem Fest der Demokratie in Regensburg © HdBG | Foto Fabian Baumgartner
Von Planspielen bis zum Kinder-Mitmachkonzert
Auf dem Fest der Demokratie nutzten am Samstag und Sonntag zahlreiche Interessierte die Chance, mit den aus ganz Bayern angereisten Vertretern der Jugendarbeit und anderen Vertretern der Zivilgesellschaft zu debattieren und deren Arbeit kennenzulernen. Bei den Planspielen „Mehr Demokratie“ und „Lass mal reden, lass mal hören“ in der Bavariathek konnten junge Besucherinnen und Besucher Demokratie spielerisch erleben. Immer für beste Unterhaltung sorgte das umfangreiche musikalische Begleitprogramm. Mit ihrem Kinder-Mitmachkonzert begeisterte die Donikkl Crew vor allem die jüngsten Besucher.

Zahlreiche Zuschauer beim Konzert von Udo West vor dem Haus der Bayerischen Geschichte am Donauufer © HdBG | Foto Fabian Baumgartner
Das Fest der Demokratie war eine Gemeinschaftsveranstaltung des Hauses der Bayerischen Geschichte und des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales. Großen Dank spricht das HDBG der Sparkasse Regensburg und dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus als Hauptförderern für die Unterstützung aus.
Haus der Bayerischen Geschichte / RNRed