Der Kneitinger Keller feierte vergangenes Wochenende sein Richtfest. Handwerker, Planer und die Brauerei feierten gemeinsam das Abschließen des Rohbaus. Die Geschichte des Kellers geht schon Jahre zurück. Die Bauarbeiten sollen nach Plan Mitte November angeschlossen werden.
„Der Kneitinger Keller wird wieder ein lebendiger Teil Regensburgs“, sagte Leonhard Resch, Geschäftsführer der Brauerei Kneitinger, in seiner Richtfest-Rede für den neuen „Kneitinger Keller“. Am Freitag, den 6. März, schrieben die Handwerksleute, welchen dieser Tag traditionsgemäß zum Dank gewidmet ist, ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der beliebten Gastronomie am Galgenberg. „Der Rohbau ist abgeschlossen und die Gebäudehülle vollständig geschlossen“, erklärte Florian Gebauer vom Architekturbüro Gebauer und Wittmann, die für die Gesamtplanung verantwortlich zeichnen. Die Eröffnung soll in der zweiten November-Hälfte gefeiert werden.
Geschichte des Kellers
Die Geschichte des Kneitinger Kellers begann im Jahr 1836, als Johann Islinger das Grundstück am Galgenberg erwarb, das 1862 durch Verehelichung von Maria Islinger mit Johann Kneitinger Heimstätte der gelebten Regensburger Wirtshaus-Kultur wurde. „Aus einem einfachen Grundstück wurde ein Ort des Ausschanks, später ein beliebter Bierkeller und schließlich ein lebendiges Stück Stadtgeschichte“, erzählte Leonhard Resch den Gästen des Richtfests. Unter ihnen die Geschwister Claudia und Stefan Schertl, die ein Gemälde ihres Vorfahren Johann Islinger überreichten, welches einen Ehrenplatz im „neuen“ Kneitinger Keller bekommen wird. Katrin Fuchshuber, Stiftungsrätin der Hans und Sofie Kneitinger Stiftung hatte den Kontakt hergestellt.
Jahrelange Tradition
Der Tradition folgend gab ein Zimmermann den Richterspruch zum Besten: „Das dritte Glas aus dem Gerstensaft, der uns den Mut und Durst erschafft. Das kühle Nass, frisch aus dem Fass, genießt es hier, denn das macht Spaß!“, rief Zimmerermeister Konrad Huber von der Holzbaufirma Aicher den Gästen vom Gerüst aus zu, ehe er das Bierglas gen Boden schmetterte. Das obligatorische Holzfass mit Kneitinger Edel-Pils hatte zuvor Polier Berat Nuha angezapft, „Capo“ der Firma Schraufstetter, die die Baumeisterarbeiten ausgeführt hat.
Innenarbeiten laufen
Jetzt geht es am Galgenberg an die Innenarbeiten, damit der Zeitplan für die Eröffnung in der zweiten Novemberhälfte eingehalten werden kann. „Trotz eines witterungsbedingt anspruchsvollen Winters liegen wir die Arbeiten im Zeitplan“, schaute Architekt Florian Gebauer nach vorne. Die technischen Installationsarbeiten laufen. Die Fertigstellung der neuen Zufahrt hat sich leicht verzögert, wird aber Ende April abgeschlossen sein. „Das Ganze ist immer eine Teamarbeit“, ergänzte Gebauers Partner, Architekt Thomas Wittmann.
Strahlend blauer Himmel begleitete das Richtfest als freudiges Ereignis in der Geschichte der Hans und Sofie Kneitinger Stiftung. Dass man in der Kneitinger-Familie aber nicht nur Freude, sondern auch Leid miteinander teile, betonte Stiftungsrat Maximilian Gradl, der die Gäste um eine Gedenkminute für den zu Beginn der Woche verstorbenen Mathias Reichinger, mit seinem Bruder langjähriger Wirt im Kneitinger Mutterhaus am Arnulfsplatz.
Brauerei Kneitinger / RNRed