Die Übernahme der Brauerei Bischofshof durch die Schneider Weisse-Brauerei und das damit verbundene Aus des Standorts Regensburg sorgt für große Betroffenheit. Die Brücke-Stadtratsfraktion bedauert den Verlust von Arbeitsplätzen und eines traditionsreichen Betriebs – und fordert zugleich eine schnelle Lösung für die Nachnutzung des Areals.
Mit dem angekündigten Ende des Braubetriebs bei Bischofshof verliert Regensburg nicht nur ein Stück Stadtgeschichte, sondern auch Arbeitsplätze. Die Brücke-Stadtratsfraktion fordert daher ein schnelles Handeln: Das Areal soll zukunftsfähig entwickelt und für Wohnen, Gewerbe und neue Nutzungskonzepte geöffnet werden.
Pressemitteilung der Brücke-Stadtratsfraktion
Anbei lesen Sie das Statement der Stadtratsfraktion „Brücke – Ideen verbinden Menschen“:
„Der medialen Berichterstattung der vergangenen Woche war zu entnehmen, dass die Brauerei Bischofshof durch die Schneider-Brauerei übernommen wurde und der Braubetrieb am Standort Regensburg in naher Zukunft eingestellt werden wird. Damit verbunden ist wohl auch der Verlust von 56 Arbeitsplätzen, hinter denen jeweils Menschen und Familien mit individuellen Schicksalen stehen. Dies bedauern wir zutiefst und hoffen, dass sich möglichst schnell gute Lösungen und neue Perspektiven für diese Personen finden. Bedauerlich ist natürlich auch der Verlust einer so traditionsreichen ortsansässigen Brauerei, die über Jahrhunderte zu Regensburg gehört und die Stadt geprägt hat. Mit ihr geht ein Stück gelebter Stadtgeschichte und Brauhandwerk verloren, das für viele Teil unserer Regensburger Identität war. Wir appellieren außerdem an die Verantwortlichen, die Gastronomie zu erhalten. Sie ist durch die engagierten Wirtsleute für den Stadtteil ein wichtiger gesellschaftlicher Anker und Treffpunkt über alle Generationen hinweg.
Mit dem nun wohl besiegelten Ende der bisherigen Nutzung des Areals ergeben sich aber neue stadtplanerische Möglichkeiten hinsichtlich einer Innenentwicklung und Nachverdichtung, die vor allem vor dem Hintergrund der extrem angespannten Situation auf dem Regensburger Wohnungsmarkt dringend und schnell ergriffen werden müssen. Für uns ist klar: auf dem Areal, das laut Mittelbayerischer Zeitung etwa 38.000 Quadratmeter umfasst, muss so schnell wie möglich eine Mischnutzung mit einem hohen Anteil an Wohnbebauung (auch mit sinnvoller Höhenentwicklung) und kleinteiligem Gewerbe umgesetzt werden. Um dieses Ziel zu erreichen fordern wir die Stadtspitze auf, umgehend mit den Eigentümern der Fläche in Verhandlungen über eine Nachnutzung zu treten. Dabei sollten alle planungsrechtlichen Instrumente geprüft und konsequent genutzt werden – von einer Veränderungssperre über ein zügiges Bebauungsplanverfahren bis hin zu beschleunigenden Möglichkeiten im Bundesrecht („Bau-Turbo"). Sollte ein Teil der bisherigen Bestandsgebäude dafür geeignet sein, diese zu ertüchtigen und mit einfachen Maßnahmen zu einer Veranstaltungsfläche mittlerer Größe (ab ca. 1.500 Besuchern) umzubauen, müssen auch derartige Pläne in Erwägung gezogen werden. Dies gilt unter dem Vorbehalt, dass sie mit einer Wohnbebauung in Einklang gebracht werden können.“
Büro der Stadtratsfraktion Brücke – Ideen verbinden Menschen / RNRed