Wie verändert der Krieg gegen die Ukraine die Arbeit von Medien? Welche Folgen haben staatliche Repression und Exil für russische Journalist:innen? Für die zweiteilige Gesprächsreihe „Journalists at Risk“ in Regensburg beleuchten Medienschaffende aus der Ukraine und Russland die Auswirkungen von Krieg, Zensur und politischem Druck auf ihre Arbeit.
Den Auftakt macht die Diskussion „Journalists at Risk – Turning Points: Ukraine“ am Dienstag, den 23. Juni 2026, um 20:00 Uhr im Evangelischen Bildungswerk Regensburg, Am Ölberg 2.
Im Mittelpunkt des Gesprächs mit den ukrainischen Journalist:innen Olena Babakova, Milan Lelich und Serhiy Shturkhetskyy stehen ihre Erfahrungen mit der Berichterstattung unter Kriegsbedingungen. Die Referent:innen sprechen über physische und psychische Belastungen als Folge ihres Berufs und über die Frage, wie sich ihr Verständnis von journalistischer Verantwortung, Objektivität und Integrität seit Beginn der russischen Vollinvasion verändert hat. Anhand persönlicher Geschichten wird deutlich, wie Krieg nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern auch die Themen, Perspektiven und Zielgruppen journalistischer Arbeit prägt.
Russische Journalist:innen im Exil
Das zweite Gespräch, „Journalists at Risk – Turning Points: Russia“, am Donnerstag, den 25. Juni 2026, um 18:30 Uhr im Alten Finanzamt Regensburg, Landshuter Str. 4, Raum 017, widmet sich russischen Journalist:innen im Exil, die sich offen gegen die russische Aggression aussprechen. Masza Makarowa, Leonid Ragozin und Vladimir Shvedov berichten über zunehmende Repressionen, Zensur und den Verlust unabhängiger Medien in Russland sowie über die persönlichen und beruflichen Folgen ihrer Emigration. Gemeinsam wird diskutiert, wann freier Journalismus in Russland an sein Ende gelangt ist und welche Möglichkeiten kritischer Berichterstattung heute noch bestehen.
Beide Diskussionen moderiert Jędrzej Morawiecki (Universität Bratislava). Die Gesprächsreihe findet auf Englisch statt, der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltungen werden vom Zentrum für interdisziplinäre Ukrainestudien „Denkraum Ukraine“ an der Universität Regensburg, gefördert vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) aus Mitteln des Auswärtigen Amtes (AA), Evangelischem Bildungswerk Regensburg e.V. und Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) organisiert.
Universität Regensburg / RNRed