Bei einer hitzigen Debatte und der angekündigten Blockade durch CSU und AfD hält die Stadt Regensburg an ihrer Unterstützung für die Seenotrettungsorganisation Sea-Eye e.V. auch 2026 fest. Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) übergab nun eine Spende in Höhe von 30.000 Euro.
Im vergangenen Herbst kam es im Regensburger Rathaus zu Debatten über die Unterstützung der Aktion „Regensburg rettet“. Zuvor hatte der Stadtrat beschlossen, Spenden bis zu einer Höhe von 30.000 Euro zu verdoppeln. Den Fraktionen von AfD und CSU missfiel es, den Regensburger Verein Sea-Eye e.V. mit einer Spende zu unterstützen. Allen Widrigkeiten zum Trotz übergab die Oberbürgermeisterin am Montag, den 02. Februar 2026, eine Spende in Höhe von 30.000 Euro.
„Dieses Geld hilft, Menschen vor dem Ertrinken zu retten“
Die Wurzeln von Sea-Eye liegen in Regensburg, wo die Arbeit bis heute auf breite Unterstützung in der Zivilgesellschaft stößt. Auch politisch wurde das Engagement auf dem Mittelmeer lange gefördert. Im vergangenen Jahr geriet diese Unterstützung jedoch durch Initiativen und Positionierungen von AfD und CSU zunehmend unter Druck. Nun hatten sich jedoch alle anderen Parteien des Regensburger Stadtrats geeinigt und so eine Mehrheit für den Haushalt ohne die Stimmen von AfD und CSU bekommen.
„Wir sind Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer sehr dankbar, dass sie sich hinter Sea-Eye stellt und zeigt, was als Kommune möglich ist. Dieses Geld hilft konkret, um Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Wir freuen uns außerordentlich, dass in unserer Gründungsstadt Regensburg durch ehrenamtliches Engagement großartige 63.000 Euro gesammelt wurden und damit das Spendenziel weit übertroffen wurde“, sagt Anna di Bari, Vorständin von Sea-Eye e.V.
Das positive Ende der langwierigen Debatte in der Regensburger Kommunalpolitik lässt darauf hoffen, dass die Arbeit der Organisation dank der anhaltend starken Unterstützung aus Kommunalpolitik und Zivilgesellschaft fortgeführt werden kann und weiterhin Menschen im Mittelmeer gerettet werden.
Sea-Eye e. V. / RNRed