Tariftreue, faire Löhne und konsequente Armutsbekämpfung: Beim Treffen im Regensburger Gewerkschaftshaus diskutierte der Deutsche Gewerkschaftsbund Region Oberpfalz (DGB) mit Grünen-OB-Kandidatin Helene Sigloch zentrale Forderungen zur Kommunalwahl 2026.
Die Regensburger DGB Spitze hat sich am Montag mit der OB Kandidatin der Grünen, Helene Sigloch, sowie großen Teilen der Grünen Fraktion im Regensburger Gewerkschaftshaus ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen das vom DGB vorgestellte Forderungspaket für die Kommunalwahl 2026 sowie die Schwerpunktthemen Tariftreue in der Stadt sichern und konsequente Armutsbekämpfung.
Tariftreue als zentrale Stellschraube
Der DGB machte deutlich, dass öffentliche Aufträge der Stadt nur an Unternehmen gehen dürfen, für die ein Tarifvertrag gilt. Tariftreue sei ein unverzichtbares Instrument, um faire Löhne, Wettbewerbsgleichheit und gute Arbeitsbedingungen zu sichern.
Rico Irmischer, Vorsitzender des DGB Regensburg, betonte: „Wer mit Steuergeld arbeitet, muss Tarif bezahlen – alles andere ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten. Eine Stadt wie Regensburg muss hier Vorbild sein und klare Kante zeigen.“
Das im Bundestag frisch beschlossene Bundestariftreuegesetz ebnet den Weg für eine neue Vergaberichtlinie der Stadt, die echte Tariftreue sicherstellt.
Armut wirksam bekämpfen – kommunal und konkret
Ein weiterer Schwerpunkt war die wachsende soziale Spaltung in Regensburg. Der DGB Regensburg forderte, Armut systematisch, zielgerichtet und strategisch zu bekämpfen – u.a. mit armutsfesten kommunalen Standards, besseren Unterstützungsstrukturen und einer aktiven Sozialplanung.
Die stellvertretende Vorsitzende des DGB Regensburg, Katja Ertl, machte deutlich: „Armut ist keine Naturgewalt. Die Stadt kann viel tun – aber nur, wenn sie es politisch will. Wir brauchen endlich eine echte Anti Armutsstrategie, die die Menschen entlastet und Perspektiven schafft.“
Grüne OB Kandidatin sendet klare Signale
OB Kandidatin Helene Sigloch teilte die Forderungen des DGB und unterstrich den gemeinsamen Gestaltungsanspruch für eine gerechte Stadtpolitik.
„Regensburg muss eine Stadt sein, in der niemand zurückgelassen wird. Tariftreue ist für mich ein zentraler Garant für gute Arbeit – und Armutsbekämpfung ein politischer Auftrag. Ich will beides entschlossen voranbringen.“ – Helene Sigloch
Sigloch kündigte an, sich im Rathaus für Tariftreue und soziale Gerechtigkeit einsetzen zu wollen.
DGB übergibt Forderungspaket
Wie bei den Gesprächen mit anderen OB Kandidat:innen übergab der DGB auch Helene Sigloch das Forderungspaket „Sechs Forderungen für sechs Jahre“, darunter:
- Bezahlbaren Wohnraum schaffen
- Azubiwohnheim für Regensburg
- Armut wirksam bekämpfen
- Für Integration, Vielfalt und Demokratie
- Tariftreue in der Stadt sichern
- Mobilität sozial gerecht und klimafreundlich gestalten
DGB Region Oberpfalz / RNRed