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leerer Homeoffice Platz

Die Corona-Pandemie hat die Arbeitssituation in Bayern bleibend verändert. Über Monate setzte der Lockdown dem Arbeitsmarkt zu. Branchen wie das Gastgewerbe verzeichneten regelrechte Abwanderungswellen. Büroarbeitsplätze wurden durch die Homeoffice-Pflicht zu Heimarbeitsplätzen. Mittlerweile wurde diese offiziell wieder aufgehoben. Trotzdem wollen 90 Prozent aller Bayern laut einer Studie der DAK weiterhin von zuhause aus arbeiten, obwohl die Arbeit von daheim nicht nur Vorteile hat. Wie lassen sich Nachteile wie die fehlende Trennung von Beruflichem und Privatem beheben?

Das sind die Probleme im Homeoffice

Durch den Homeoffice-Boom hat das Jahr 2020 das Arbeitsleben von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt. Ein Großteil aller Arbeitnehmer zieht ein Jahr später ein positives Fazit. Trotz anfänglicher Vorbehalte haben mittlerweile auch Arbeitgeber die Vorzüge von Heimarbeitsplätzen erkannt. Ihnen spart das Konzept mittelfristig Geld. Aus Gründen wie diesem wollen zahlreiche Unternehmen ihren Mitarbeitern künftig zumindest bleibende Möglichkeiten auf Homeoffice in Aussicht stellen. Arbeitnehmer profitieren von größerer Flexibilität. Doch es gibt auch eine Kehrseite. Besonders nennenswert sind Nachteile wie
  • Isolation
  • längere Kommunikationswege
  • verminderte Produktivität und Konzentrationsfähigkeit
  • wenig Platz
  • Doppelbelastung durch Familienleben
  • mangelhafte digitale Infrastruktur
  • fehlende Ausstattung des Arbeitsplatzes
  • gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen
Einige Nachteile sind leichter zu aufzulösen als andere. Dazu gehört insbesondere die richtige Ausstattung des Arbeitsplatzes. Kleinere Anschaffungen kann sich jeder Arbeitnehmer leisten. Zum Beispiel Hüllen, die Arbeitsgeräte wie Smartphones und Tablets schonen. Um kostspielige Anschaffungen wie Laptops mit ausreichender Leistung müssen sich Arbeitgeber kümmern. Auch die digitale Infrastruktur muss vom Arbeitgeber bereitgestellt werden, insoweit der Heimarbeitsplatz überhaupt über die Möglichkeiten zur Einrichtung einer solchen verfügt. Was die restlichen Probleme betrifft, müssen Arbeitnehmer selbst aktiv werden.

1. Schluss mit Isolation und Misskommunikation am Heimarbeitsplatz

Ein Büro in den eigenen vier Wänden kann zu sozialer Vereinsamung führen. Der Austausch mit Kollegen, die gemeinsame Kaffeepause und das Mittagessen fallen weg. Dadurch entsteht schnell Arbeitszufriedenheit und Motivationslosigkeit. Außerdem gehen wichtige Infos und unternehmensinterne Vorgänge bei räumlicher Trennung leichter an Arbeitnehmern vorbei. Das erschwert nicht nur das Team-Building, sondern auch die Zusammenarbeit. Im Extremfall schwindet der kollegiale Zusammenhalt. Eine Lösung können in diesem Fall Video-Chats sein. Digitale Team-Meetings in einer vorher verabredeten Mittagspause und regelmäßige Online-Stammtische über Tools wie Zoom stärken das Teamgefühl. Auch Missverständnissen lässt sich durch genau getimte Telefongespräche oder Video-Chats vorbeugen. Wichtig: Gerade bei Absprachen lieber nicht auf den Email-Weg setzen. Missverständnisse kommen bei ausschließlichem Schriftverkehr vergleichsweise häufig vor.

2. Damit Arbeit und Privates im Homeoffice nicht verschwimmen

Überlastungsgefahr ist am Heimarbeitsplatz omnipräsent. Anders als im Büro gibt es im Home-Office keine klare Trennlinie zwischen Arbeitszeit und Feierabend. Dadurch versumpfen viele Arbeitnehmer dauerhaft im Arbeitsmodus. Die Arbeitszeit zieht sich so oftmals bis in die Abendstunden. Wegen der fehlenden Distanz fällt das Abschalten schwerer. Dauerstress und Mehrarbeit wirken sich negativ auf das Work-Life-Blending und die Gesundheit aus. Um dem entgegenzuwirken, halten sich Arbeitnehmer im Homeoffice idealerweise an feste Arbeitszeiten. Zwischen Feierabend und Arbeitsbeginn sollten mindestens die gesetzlich vorgeschriebenen elf Stunden liegen. Auch Pausen legt man am besten klar und deutlich fest. Noch wichtiger ist, dass man nicht einfach vom Küchentisch oder dem Sofa aus arbeitet. Im Optimalfall richtet man ein Arbeitszimmer ein. Reicht der Platz dazu nicht, wird eine feste Stelle im Wohnraum als Arbeitsplatz genutzt und am besten durch Raumtrenner abgesondert. Dabei immer auf passende Lichtverhältnisse, ideale Raumtemperatur und ergonomische Einrichtung achten.

3. Gesundheitsproblemen am Heimarbeitsplatz vorbeugen

Seit dem Homeoffice-Boom leiden laut der DAK umso mehr Arbeitnehmer unter Gesundheitsproblemen. Zu den wichtigsten zählen Übergewicht und daraus resultierende Folgeerkrankungen sowie Kopfschmerzen und Rückenleiden. Letztere Probleme sind oftmals auf mangelnde Ergonomie am Heimarbeitsplatz zurückzuführen. Schon ein angemessen hoher Schreibtisch und die richtige Entfernung zum PC-Bildschirm können wahre Wunder wirken. Auch gegen Übergewicht lässt sich im Homeoffice einiges unternehmen. Problematisch ist für viele Arbeitnehmer die ständige Verfügbarkeit von Essen in den eigenen vier Wänden. Idealerweise befindet sich der Kühlschrank bei der Arbeit zumindest außerhalb des Blickfeldes. In der unmittelbaren Nähe des Schreibtischs sollten keine Snacks zu finden sein. Ebenso wichtig sind feste Essenspausen. Nebenher verzehrt man am besten überhaupt nichts. Wenn der Hunger zu groß wird, unterbricht man die Arbeit lieber und konzentriert sich auf die Nahrungsaufnahme. Essenstagebücher und vorab vorbereitete Speisen helfen dabei, den Überblick über das Essverhalten zu bewahren. Darüber hinaus lohnen feste Bewegungspausen. Im Homeoffice entfällt nicht nur der tägliche Weg zur Arbeit, sondern auch das Treppensteigen im Büro und die Bewegung von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz. Als Ersatz können Spaziergänge oder Kraftübungen in Pausenzeiten dienen.
Bildquelle: bigstockphoto.com | fizkes
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