Mehrere Steine wurden am Donnerstagmorgen von einer Fußgängerbrücke über der A3 bei Regensburg auf Pkws geworfen. Zwei Autos wurden schwer beschädigt, verletzt wurde niemand. Eine 40-jährige Tatverdächtige konnte im Verlauf des Tages festgenommen werden.
Am Donnerstag, den 14. Mai, gegen 07:40 Uhr ist ein 32-Jähriger und seinem 33-Jährigen Beifahrer mit seinem Pkw auf der A3 in Fahrtrichtung Frankfurt gefahren, als er auf der Fußgängerbrücke beim Universitätsklinikum eine Person beobachten konnte. Als der Fahrzeugführer mit seinem Pkw unter der Brücke hindurchfuhr, bemerkte er unmittelbar darauf zwei Einschläge am Fahrzeugdach. Er blieb sofort am Standstreifen stehen und sah die Person in Richtung Bio-Park weggehen. Durch die eingesetzte Streifenbesatzung wurden insgesamt vier Steine auf der Fahrbahn fest- und sichergestellt. Durch die zwei Steinschläge am Fahrzeugdach entstand ein Sachschaden im mittleren vierstelligen Bereich. Gut zwei Stunden später wurde ein ähnlich gelagerter Fall gemeldet, wobei ein 31-Jähriger mit seinem Pkw in gleiche Fahrtrichtung unterwegs war. Ein Stein, welcher wiederum von einer Person von der Fußgängerbrücke geworfen wurde, schlug in die Windschutzscheibe ein, sodass diese zerbrochen ist. Der Fahrzeugführer kam glücklicherweise mit dem Schrecken davon und wurde nicht verletzt, es entstand jedoch auch hier Sachschaden im vierstelligen Bereich.
40-Jährige wurde in das Bezirksklinikum eingeliefert
Im Nachgang konnte im Zuge der erneut eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen dieses Mal eine Person in unmittelbarer Umgebung der Fußgängerbrücke festgestellt werden. Bei der Durchsuchung der 40-jährigen Dame konnten in der Jackentasche weitere Steine vom gleichen Typ aufgefunden werden. In beiden Fällen wurde durch die Staatsanwaltschaft der Verbrechenstatbestand des Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr bejaht, ein Unterbringungshaftbefehl jedoch abgelehnt. Hieraufhin wurde die Beschuldigte aufgrund akuter Fremdgefährdung im Bezirksklinikum untergebracht.
Soweit weitere Verkehrsteilnehmer Beobachtungen zu Personen auf oder im Bereich der Fußgängerbrücke zwischen der Anschlussstelle Regensburg-Universität und dem Autobahnkreuz Regensburg gemacht haben oder selbst gefährdet wurden, werden diese gebeten, sich mit der Verkehrspolizei Regensburg unter der Rufnummer 0941/506-2921 in Verbindung zu setzen.
Verkehrspolizeiinspektion Regensburg / RNRed