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Auf die enthaltsame Fastenzeit, die jedes Jahr traditionell am Aschermittwoch beginnt, folgt das Osterfest, das mit Weihnachten das wichtigste Fest in der christlichen Kulturgemeinschaft darstellt. Neben dem ursprünglichen Festanlass, die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, steht auch der familiäre Aspekt im Vordergrund. Im Beisein der Familie und der Liebsten werden festliche Speisen aufgetischt, die Kinder suchen nach Osternestern, die der Osterhase versteckt hat und traditionell werden auch jedes Jahr Eier bunt bemalt. Ist dies überall so oder gibt es Unterschiede? Wir haben im Folgenden für Sie die verschiedensten Osterbräuche weltweit zusammengestellt.

Ostern beginnt offiziell nach der vierwöchigen Fastenzeit, die jedes Jahr auf den Aschermittwoch folgt und ist mit Weihnachten der wichtigste Feiertag der Christen. Es wird jedes Jahr nach der heiligen Woche zelebriert- der Karwoche- mit Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag. Der Karfreitag gilt als der Todestag Jesu Christi und ist ein stiller Feiertag, an dem auf Fleisch verzichtet wird und auch öffentliche Veranstaltungen durch ein Tanzverbot gekennzeichnet sind. Die Fastenzeit endet schließlich am Karsamstag und am Ostersonntag wird offiziell die Auferstehung Jesu Christi gefeiert. Ostern ist nicht nur ein rein christliches Fest. Neben der ersten großen Weltreligion feiern auch die Juden zur gleichen Zeit das Passah- Fest, welches an den Auszug der Juden aus Ägypten erinnern soll. 

Ostern in Deutschland

In Deutschland wird an Ostern, neben den traditionell christlichen Bräuchen, am Ostersonntag auch die traditionelle Ostereiersuche zelebriert. Der Osterhase versteckt im Garten oder im Haus kleine Nester mit bunt bemalten Ostereiern und Süßigkeiten, wie Schokoladenosterhasen oder Schokoladeneiern, die die Kinder morgens suchen dürfen. Die bemalten Ostereier gehen auf heidnische Bräuche zurück, bei welchen diese ein Fruchtbarkeitssymbol repräsentierten. Wie Weihnachten auch, steht Ostern ganz im Zeichen der Familie und es wird gefeiert mit der ganzen Verwandtschaft und zahlreichen Festspeisen. Zu der gemeinsamen Familienzeit gehören auch die Besuche von Gottesdiensten oder Spaziergänge. Da die meisten dieses Wochenende nicht arbeiten müssen, fahren auch viele Familien in den Urlaub. In Deutschland spielt an Ostern auch der kommerzielle Aspekt eine große Rolle. Eine Vielzahl an Schokoladenprodukten zieren die Supermärkte und auch die Dekoration in den Kaufhäusern und der Stadt steht ganz im Zeichen von Ostern.

Ostern in Australien

In Australien kommt nicht nur der Osterhase, sondern auch das Osterkänguru. Das Ei ist wie bei uns ein Fruchtbarkeitsymbol und steht für die Wiedergeburt. Deshalb werden die Kinder in Australien mit Schokolade und Eiern und auch Schokoladenkängurus beschenkt und man veranstaltet ein traditionelles Festessen. Allerdings hat dieses Fest und im Allgemeinen die Kirche in Australien einen niedrigeren Stellenwert, weshalb das Osterfest weniger ausgelassen gefeiert wird. Auch existieren andere Bräuche. Beispielsweise glaubt man an die glücksbringende Kraft des Wassers, weshalb verlobte Paare an Ostern Wasser aus einem Bach schöpfen und dies bis zu ihrem Hochzeitstage einbehalten. Kurz vor der Trauung, bevor Sie in der Kirche ankommen, besprenkeln sie sich gegenseitig mit diesem Wasser. Dies soll Glück in der Ehe bringen.

Ostern in Schweden

In Schweden existiert- anders wie bei uns- nicht der Osterhase, sondern das Osterküken, das Osterweib und die Osterhexe. Zu Ehren der Farbe des Kükens wird alles in Gelb dekoriert- die Häuser wie die Straßen- und mit Birkenzweigen geschmückt. Am Gründonnerstag gehen die Kinder, ähnlich wie bei uns an Halloween durch die Straßen und sammeln Süßigkeiten, wofür Sie sich mit langen Schals, Röcken, rot bemalten Wangen und Kopftüchern als Osterweiber verkleiden. Ein weiterer uns unbekannter Brauch wird praktiziert, bei welchem Frauen, die ihren Liebsten erobern wollen, nachts ohne ein Wort zu reden an eine Quelle gehen, um Wasser zu holen. Danach schleichen sie sich möglichst leise zu ihm zurück, ohne dass er etwas davon bemerken darf. Mit diesem Wasser besprenkeln sie schließlich ihren Angebeteten. Merkt dieser davon nichts, steht ihnen eine lange Zukunft bevor. Ähnlich wie an Neujahr wird das Osterfest mit einem Feuerwerk begrüßt. Mit viel Lärm und Krach wird auch die Osterhexe symbolisch am Osterfeuer verjagt.

Ostern in Italien

In Italien, das mit dem Vatikan eines der wichtigsten Zentren christlicher Kultur darstellt, heißt Ostern „Pasqua“ und wird ausgiebig und sehr christlich gefeiert. Am Karfreitag finden Prozessionen mit Kreuzen statt, mit denen die Teilnehmer durch die Straßen ziehen und an den Leidensweg Jesu Christi erinnern. Bräuche wie z.B. das Ostereier bemalen und Suchen werden in Italien nicht praktiziert. Zum Essen gibt es häufig salziges, wie z.B. einen Kuchen mit gekochten Eiern und Spinat, auch genannt „Torta di Pasquetta“. Der zweite Feiertag wird in Gedenken an die Auferstehung traditionell mit der Familie oder Freunden bei einem Ausflug oder einem Picknick gefeiert. Auch der Vatikan spricht am Ostersonntag den Segen „Urbi et orbi“ aus. Jedes Jahr kommen zum Ostersonntag tausende Menschen im Vatikan zusammen. Frauen aus südlichen Regionen Italiens lassen oftmals während dem Ostergottesdienst Vögel in die Freiheit fliegen, so wie Jesus Christus nach seiner Auferstehung die Menschen befreit hat.

Ostern in den USA

In den USA wird Ostern noch einmal ganz anders gefeiert. Die traditionelle „Easter Parade“ auf der Fifth Avenue in New York lockt jährlich tausende Menschen auf die Straße um gemeinsam Ostern zu zelebrieren. Alle verkleiden sich und fahren mit Blumen geschmückten Wägen durch die Straßen. Ein weiterer Brauch ist das traditionelle Eierrollen, das am Weißen Haus in Washington stattfindet.


Exkurs: Die Osterinseln: Woher stammt der Name?

Die Osterinseln- auf Spanisch „Isla de Pascua“- liegt im Südpazifischen Ozean, gehört politisch zu Chile und geographisch zu Polynesien. Sie ist die am weitesten vom Festland entfernte bewohnte Insel und vielleicht sogar die mysteriöseste. Bekannt ist sie für ihre monumentalen Steinskulpturen. Doch aus welchem Grund trägt sie den Namen „Osterinsel“?

Es wird behauptet, dass vor etwa 1000 Jahren diese Insel von den Polynesiern besiedelt wurde, von welchen auch die monumentalen Steinskulpturen stammen, die aus Tuffstein, das ist weiches Vulkanstein, bestehen. Genannt werden diese Moais. Ob diese wirklich von den alten Polynesiern stammen ist umstritten. Vermutet wird allerdings, dass diese als Wachstatuen dienen und die Insel beschützen sollten. Die Moais sind bis zu zehn Meter hoch, haben einen Oberkörper, Arme, einen übergroßen Kopf, lange Ohren, eine lange Nase und tiefliegende Augen. Laut einem Mythos sollen zwei Völker auf der Insel gewohnt haben, die sich gegenseitig bekämpft haben- die Kurzohren und die Langohren. Dabei sollen eine Menge dieser Statuen zerstört worden sein. Heutzutage existieren noch etwa noch 100 dieser Statuen, die frühere Zahl wird viel höher geschätzt. Es wird vermutet, dass diese Insel zu ihrem Namen kam, da Sie im Jahre 1722  an einem Ostersonntag von einem niederländischen Seefahrer entdeckt wurde. Heute leben etwa 3000 Menschen auf der Insel.

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