Gestern verloren die Eisbären 3:7 gegen den ESV Kaufbeuren. Innerhalb weniger Minuten schafften es die Kaufbeurer im zweiten Drittel drei Tore zu schießen und sicherten sich somit den Sieg. Die Regensburger Fans in der Energie-Schwaben-Arena konnten ihre Enttäuschung nicht verbergen.
Am Ende zu deutlich fiel die 3:7-Niederlage des Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg auswärts beim ESV Kaufbeuren aus. Doch nach einem zweiten Drittel, in dem die Gäste vor 2.260 Fans in der Energie-Schwaben-Arena wenig Zugriff aufs Spiel fanden und sich so insgesamt vier Gegentore, davon drei binnen nur zwei Minuten, einfingen, ging es letztlich ohne Punkte auf die Heimreise in die Domstadt. Ihr nächstes Heimspiel bestreiten sie am kommenden Freitag, den 27. Februar, ab 20:00 Uhr in der Donau-Arena gegen die Wölfe des EHC Freiburg.
Fehlende Spieler
Mit im Vergleich zum 4:3-Derby-Heimsieg nach Penaltyschießen über Weiden zwei Tage zuvor leicht verändertem Kader ging Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg in sein Auswärtsspiel beim Tabellenschlusslicht ESV Kaufbeuren. So erhielt Stammkeeper Jonas Neffin eine Pause, für ihn rückte vor 2.260 Fans in der Energie-Schwaben-Arena Konrad Fiedler zwischen die Pfosten – Cole Danielsmeier war der Ersatzgoalie. Verteidiger Max Merkl rückte derweil in den Sturm, wo Kapitän Nikola Gajovský kurzfristig krank passen musste. Ferner fehlten die Angreifer Bryce Kindopp (überzählig), Marks Jirgensons (Tor beim 2:1-Heimsieg der DNL-Mannschaft über Tölz), Lukas Krieger (verletzt) und Noel Saffran.
Anfangs gute Chancen
Die Domstädter kamen gut ins Spiel und hatten früh ein Übergewicht. Bereits nach 30 Sekunden traf der freigespielte Sean Giles so aus dem Slot nur das Aluminium. Mehr Glück hatte einige gute Chancen später Corey Trivino in Überzahl: Dem Topscorer prallte ein abgeblockter Distanzschuss von Jakob Weber genau vor die Füße und er überwand Heimkeeper Cody Porter zum frühen 1:0 für Regensburg (7. Minute). Doch die Antwort des Tabellenschlusslichts, das am Freitag bereits Topteam Kassel deutlich geschlagen hatte (6:2), folgte prompt: Im Powerplay erzeugten sie viel Druck auf das Tor von Fiedler – ein scharfer Schlenzer von Travis Turnbull landete über Umwege dann direkt auf dem Schlägerblatt von Nikolaus Heigl, der sofort zum 1:1-Ausgleich abzog (10.). Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Eisbären zahlreiche, teils beste Möglichkeiten liegen ließen: So fand etwa Trivino mit einem Onetimer seinen Meister im starken Porter (11.), wenig später scheiterten Alex Berardinelli, Constantin Ontl und Samuel Payeur mit einer Dreifachchance binnen weniger Sekunden (12.). Aber auch Fiedler bekam einiges zu tun und bewahrte seine Vorderleute mit seinen Paraden vor einem Rückstand.
Zwei Minuten zum Vergessen
Im zweiten Durchgang sollte ihm das aber schon bald nicht mehr gelingen. Zwar hatte Regensburg zunächst in Überzahl noch Pech, dass diverse brandgefährliche Abschlüsse nicht zu abermaligen eigenen Führung reichten (ab 24.) – mehrfach trudelte der Puck sogar auf der Torlinie neben oder hinter Porter, überquerte diese aber nie. Doch vom Powerplay abgesehen wirkten die Ostallgäuer nun aktiver und wacher. Einen Unterzahl-Konter hätte Vadim Schreiner beinahe bereits zum 2:1 für Kaufbeuren genutzt (26.), doch Fiedler war auf dem Posten. Kaufbeurens hochkarätiger und erfahrener Neuzugang Travis Turnbull scheiterte anschließend ebenfalls am EBR-Goalie (29.). Doch wenig später war Turnbull dann doch erfolgreich: Er schaltete nach einem Missverständnis in der Eisbären-Hintermannschaft am schnellsten, schnappte sich den freiliegenden Puck, nutzte die kurzzeitige Verwirrung seiner Gegner und netzte zum 2:1 ein (31.). Für die Gäste war dies der Startschuss in 119 Sekunden zum Vergessen, die die Vorentscheidung brachten. Denn nur 72 Sekunden später tauchte ESVK-Angreifer Alec Zawatsky völlig frei vor Fiedler auf, scheiterte mit dem ersten, verwandelte aber den zweiten Abschluss zum 3:1 (32.). Und wiederum nur 47 Sekunden darauf nutzte Pavels Nikitins eine vergleichbare Situation gar zum 4:1 für die Buron Joker: Auch er tauchte unbedrängt vor Fiedler auf und schob letztlich ein (33.). Die Domstädter kamen in der Folge ihrerseits wieder zu besseren Chancen, insbesondere abermals in Überzahl. Doch den nächsten Treffer markierten abermals die Hausherren – und wieder war es der überragende Turnbull, der kurz vor der zweiten Pause mit seinem 5:1 endgültig den Sack zumachte – im Powerplay kam er völlig unbedrängt im Slot zum Abschluss (40.).
Zwei Tore für den EVR
Auch nach Wiederbeginn hatten die Eisbären schnell erste gute Einschussmöglichkeiten. Aber wieder netzten die Kaufbeurer stattdessen ein. Max Kislinger vollendete eine schöne Kombination zum 6:1 (44.). Als kurz darauf dann Heigl gar auf 7:1 stellte (46.), drohte den EBR ihre deutlichste Niederlage der bisherigen Saison. Diese wollten das Ergebnis aber unbedingt noch etwas erträglicher gestalten – zwar vergaben zunächst Berardinelli, Ontl und Payeur (48.) sowie David Morley (50.) noch gute Chancen, doch eine Direktabnahme von Donát Péter verkürzte dann doch noch auf 2:7 (55.). Den 3:7-Endstand besorgte schließlich Payeur, der einen wuchtigen Distanzschuss von Jakob Weber unhaltbar an Porter vorbei abfälschte (56.).
Kaufbeuren bleibt auf dem letzten Platz
Trotz der Niederlage blieben die Oberpfälzer Sechste in der DEL-2-Tabelle (75 Punkte), Kaufbeuren (jetzt 40) kann den 14. und letzten Platz ohnehin auch rechnerisch nicht mehr verlassen. Für die Eisbären geht es mit einem wichtigen Heimspiel weiter: Am kommenden Freitag, den 27. Februar, empfangen sie ab 20:00 Uhr die Wölfe des EHC Freiburg in der Donau-Arena.
EVR Eisbären GmbH & Co. KG Regensburg / RNRed