Die Eisbären Regensburg haben sich vorzeitig den Klassenerhalt gesichert. In den verbleibenden DEL-2-Partien geht es nun um den direkten Play-off-Einzug – doch mit Freiburg und Bad Nauheim warten auch zwei hochmotivierte Gegner, für die jeder Punkt im Kampf um die Pre-Play-offs zählt.
Nach dem gesicherten Klassenerhalt ist für Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg vor dem nächsten großen Ziel: In den verbleibenden vier Partien der DEL-2-Hauptrunde haben es sich die Oberpfälzer zur Aufgabe gemacht, mindestens ihren derzeitigen sechsten Rang (bislang 75 Punkte) zu halten und damit direkt in die Play-offs einzuziehen, ohne in der Qualifikationsrunde, den Pre-Play-offs, antreten zu müssen. Jene haben indes die beiden kommenden Gegner der Domstädter anvisiert: Sowohl die Wölfe des EHC Freiburg, aktuell Elfte (57), die am heutigen Freitag, den 27. Februar, ab 20:00 Uhr in der Donau-Arena gastieren, als auch der EC Bad Nauheim, momentan auf Platz zwölf (55), bei dem die Schützlinge von EBR-Coach Peter Flache auswärts am Sonntag, den 01. März, ab 16:00 Uhr im altehrwürdigen Colonel-Knigh-Stadion antreten, müssten Stand jetzt in den Play-downs gegen den Abstieg kämpfen. Für beide ist der Sprung auf Rang zehn oder höher, also in die Pre-Play-off-Ränge, aber noch möglich – und damit auch der direkte Ligaverbleib ohne potentielle Zitterpartie in der Abstiegsrunde. Dementsprechend motivierte Kontrahenten sind für die Rot-Weißen zu erwarten – für alle drei Teams könnte letztlich jeder Punkt das entscheidende Zünglein an der Waage sein.
Nachwuchs unter Druck
Auch für die U-20-Mannschaft des Stammvereins EV Regensburg steht indes eine richtungsweisende und enorm wichtige Begegnung an: In den Pre-Play-downs der höchsten deutschen Nachwuchsliga, der DNL, kämpft sie um den Klassenerhalt. Am Sonntag, den 01. März, findet vormittags in der „Best of Five“-Serie gegen den Augsburger EV das erste Jungeisbären-Heimspiel der Runde statt – Spielbeginn in der Donau-Arena ist um 11:15 Uhr. Der EVR hofft auf die zahlreiche Unterstützung der Eisbären-Fans. Inhaber einer Dauerkarte der EBR erhalten unter Vorlage selbiger freien Eintritt!
Mit beiden Kontrahenten, Freiburg und Bad Nauheim, kreuzten die Eisbären in der laufenden Saison bereits drei Mal die Schläger. Gewannen die Flache-Schützlinge Ende Oktober noch souverän mit 6:2 im Breisgau (Tore durch drei Mal David Morley, davon eines in Überzahl, Pierre Preto, Donát Péter im Powerplay und Samuel Payeur), kassierten sie in den beiden folgenden Aufeinandertreffen empfindliche Niederlagen. Das Heimspiel Mitte Dezember ging mit 3:1 an das Team aus dem Schwarzwald (Treffer durch Jeremy Bracco/PP1), der zweite Auftritt an der Dreisam ging mit 1:4 verloren (Payeur traf). Gegen Bad Nauheim sieht die Regensburger Bilanz indes bisher besser aus: Drei glatte Siege stehen bislang zu Buche zuhause behielten die Donaustädter Ende Oktober mit 2:1 (Treffer durch Nikola Gajovský und Bryce Kindopp) sowie Anfang Februar mit 6:2 (Preto, Sean Giles, Bracco, Jakob Weber in Überzahl, Morley und Alexander Berardinelli) die Überhand, auswärts entwickelte sich Mitte Dezember ein wahres Schützenfest, das mit 7:4 zugunsten der EBR endete. Preto, Corey Trivino, Péter, Kevin Slezak im Powerplay, abermals Trivino, Bracco und, per Empty-Net-Tor, ein drittes Mal Trivino hatten eingenetzt.
EHC und ECN – Trainerwechsel mit unterschiedlichen Auswirkungen
Ob der jeweils durchwachsenen Saison trennten sich sowohl Freiburg als auch Bad Nauheim im Laufe der bisherigen Saison bereits von den Trainern, mit denen sie in die ursprünglich in die Spielzeit gestartet waren. Beide Mannschaften stecken dennoch nach wie vor, trotz jeweiligen zwischenzeitlichen Formhochs, im unteren Tabellendrittel fest. Freiburg gewann bislang 18 seiner 48 Spiele, Bad Nauheim 19. Beim EHCF übernahm bereits Anfang November der Slowake Jurhaj Faith vom glücklosen Tschechen Martin Stloukal, beim ECN ersetzte der Finne Antti Karhula den erfolglosen Schotten Peter Russel erst jüngst Ende Januar.
Doch die dadurch erzielten Ergebnisse sind bislang sehr unterschiedlich: Waren die Baden-Württemberger zum Zeitpunkt der Trennung von Stloukal Letzte und hatten zuvor im Schnitt nur 0,71 Punkte pro Spiel geholt, erkämpft sich der Klub seither derer rund 1,38 pro Begegnung. Eher umgekehrt lief es derweil bei den Hessen: Bei der Russel-Entlassung belegten sie Platz zwölf, auf dem sie nach wie vor stehen – während sie jedoch zuvor im Schnitt noch 1,21 Zähler pro Partie einfuhren, sind es seither nur noch 0,9.
Bitter für Freitagsgegner Freiburg: Mit dem Finnen Eero Elo ist für den bisher besten Torschützen der Breisgauer (25 Treffer) die Saison frühzeitig beendet. Dabei bedeuten lediglich 121 eigene Treffer ohnehin schon die zweitschlechteste Offensive der ganzen DEL 2. Umso mehr Verantwortung liegt nun auf der restlichen Offensive um den schwedischen Topscorer Fabian Ilestedt (52 Scorerpunkte, darunter drei Tore bei der Regensburger 1:4-Niederlage in Freiburg) und Routinier und Urgestein Nikolas Linsenmaier (42). Jüngst gab es noch doppelte Verstärkung für das Faith-Team: Aus der Oberliga wechselte erst der flexibel einsetzbare Stürmer Thore Weihrauch (zuvor Heilbronn), dann Ex-DEL-Torhüter Marco Wölfl (zuvor Hannover Scorpions) in den Schwarzwald. Verletzt fehlen den Baden-Württembergern neben Elo auch Angreifer Julian Airich und Verteidiger Maximilian Leitner. 166 Gegentreffer ließ der EHC bislang zu, der zweithöchste Wert der ganzen Liga, zudem belegt die Mannschaft mit nur 74,7 Prozent Erfolgsquote im Penaltykill auch hier den vorletzten Platz. Mit zuletzt vier Punkten aus den vergangenen fünf Spielen präsentierten sich die Wölfe zuletzt aber sehr formstark …
Namhafter Neuzugang in Hessen
Und auch Bad Nauheim präsentierte zuletzt noch einmal eine Verstärkung für die heißeste Phase der Saison: Aus der dritthöchsten nordamerikanischen Profiliga, der ECHL, wechselte der deutsch-kanadische Stürmer Ryan Olsen in die Kurstadt. Der 31-Jährige gilt als Wandervogel (der ECN ist bereits seine vierte Station in der laufenden Saison) und ist für seine teils harte Spielweise bekannt – in seinen ersten beiden Einsätzen für seinen neuen Klub netzte er direkt drei Mal ein und deutete bereits an, dass er die erhoffte Offensivpower mitbringen könnte. Topscorer der Hessen ist nach wie vor der kanadische Offensivverteidiger Justin MacPherson (37 Punkte), knapp vor seinen stürmenden Landsleuten Parker Bowles und Jordan Hickmott (jeweils 35) und dem Schweden Sebastian Bengtsson (33 in 34 Einsätzen, bester Schnitt des Teams) und Deutsch-Kanadier Davis Koch (ebenfalls 33), der am Sonntag nach abgesessener Sperre wohl in Bad Nauheims Kader zurückkehren dürfte.
Aber auch einige Ausfälle gibt es im Lager der „Roten Teufel“ zu beklagen: So fehlen im Angriff unter anderem mit Edeltechniker und Kontingentspieler Tayler Vause und dem gebürtigen Regensburger und Ex-Eisbär Julian Lautenschlager zwei wichtige Stützen sowie mit den jungen Rik Gaidel und Sebastian Cimmermann zwei weitere etablierte Kräfte. In der Abwehr müssen die Hessen derweil auf Routinier Patrick Seifert verzichten. Nach zuletzt nur einem Sieg aus den jüngsten sechs Begegnungen peilen die Karhula-Schützlinge einen Schlussspurt an, um sich doch noch den direkten Klassenerhalt zu sichern.
Bis auf den verletzten DNL-Stürmer Lukas Krieger sind indes bei den Eisbären indes alle Akteure fit.
EVR Eisbären GmbH & Co. KG Regensburg / RNRed