Die Eisbären haben Moral bewiesen und nach frühem Rückstand drei wichtige Punkte erkämpft: Die Regensburger haben ihr Auswärtsspiel beim EC Bad Nauheim mit 4:1 gewonnen und damit einen wichtigen Sieg im Kampf um die direkte Play-off-Qualifikation eingefahren.
Vor 2.582 Fans im altehrwürdigen Colonel-Knight-Stadion traten die Oberpfälzer am Sonntag, den 01. März 2026, den mit gleichem Kader wie zuletzt an: Es fehlten Verteidiger Max Merkl sowie die Stürmer Bryce Kindopp (beide überzählig), Marks Jirgensons (Einsatz im DNL-Team), Lukas Krieger (verletzt) und Noel Saffran (zurück bei seinem Stammklub Iserlohn). Früh gerieten die Mannen von Trainer Peter Flache in Rückstand: Nach nur 106 Sekunden zappelte der Puck hinter EBR-Torwart Jonas Neffin in den Maschen – Sebastian Bengtsson hatte zum 1:0 für die Hausherren getroffen (2. Minute). Durch einen Alleingang von Topscorer Corey Trivino glichen die Domstädter dann aber noch vor der ersten Pause zum 1:1 aus (15.). Nach torlosem Mitteldrittel überzeugten die Gäste anschließend mit zielstrebigem Spiel und guter Chancenverwertung im Schlussabschnitt: Erst brachte Kevin Slezak seine Farben erstmals in Führung (2:1 – 46.), dann sorgten Jeremy Bracco (3:1) und Samuel Payeur (4:1) mit einem Doppelschlag für die Entscheidung und den Endstand (je 53.). Damit festigten die Eisbären ihren sechsten Rang in der DEL-2-Tabelle (jetzt 79 Punkte), Bad Nauheim blieb Zwölfter (55) und hat durch die Niederlage nun keine Chance mehr, die Play-down-Plätze im Hauptrunden-Endspurt noch zu verlassen. Weiter geht es für Regensburg mit dem schweren Heimspiel gegen die bereits als Meister der Regulären Saison feststehenden Krefeld Pinguine am kommenden Freitag, 06. März, ab 19:30 Uhr in der Donau-Arena.
Mutige Entscheidungen
Mit Goalie Jonas Neffin von Beginn an zwischen den Pfosten schickte Peter Flache, Trainer des Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg, sein Team ins wichtige Auswärtsspiel beim EC Bad Nauheim. Konrad Fiedler nahm als Backup auf der Bank Platz, Talent Cole Danielsmeier stand nicht im Kader. Im Vergleich zur knappen und unglücklichen 4:5-Niederlage nach Overtime gegen Freiburg zuvor blieb der Kader auch sonst unverändert: Vor 2582 Fans im altehrwürdigen Colonel-Knight-Stadion der Hessen waren so Verteidiger Max Merkl sowie die Stürmer Bryce Kindopp (beide überzählig), Marks Jirgensons (Tor und Vorlage beim wichtigen 4:3-Heimsieg der U-20-DNL-Mannschaft in den Pre-Play-downs gegen Augsburg), Lukas Krieger (verletzt) und Noel Saffran (zurück bei seinem DEL-Stammklub Iserlohn) nicht mit dabei.
Offensive Nadelstiche
Früh gab es für die Flache-Schützlinge den ersten Rückschlag: Bereits nach nur 106 Sekunden brachte Sebastian Bengtsson den Gegner bereits mit 1:0 in Führung (2. Minute). Der Schwede verwertete eine Hereingabe auf Oberschenkelhöhe technisch stark aus kürzester Distanz aus der Luft und schockte damit die ambitioniert angereisten Oberpfälzer. Die Hessen hatten mehr vom Spiel, doch Regensburg blieb defensiv abgeklärt und offensiv mit Nadelstichen stets gefährlich. In einem Powerplay hatten sie etwa mehrfach das erste eigene Tor auf den Schlägern (6. bis 8.), wenig später scheiterte David Morley nach einem schnellen Konter am stark reagierenden Heimkeeper Finn Becker. Einen Stellungsfehler der ECN-Defensive nutzte dann Topscorer Corey Trivino zum 1:1-Ausgleich: Nach punktgenauem Steilpass von Morley ging er zentral allein auf Becker zu und überwand ihn mit einem platzierten Schlenzer neben den linken Pfosten (15.). Beide Teams hatten weitere Möglichkeiten, brachten die Scheibe aber nicht mehr an den beiden starken Torhütern vorbei. Daran sollte sich auch im Mitteldrittel nichts ändern, das folgerichtig torlos blieb.
Gnadenlos effizient im dritten Durchgang
Die intensive Begegnung ging entsprechend völlig offen in den Schlussabschnitt. Während Bad Nauheim aktiver blieb, hielt die souveräne und kompakte Gäste-Defensive weiter stand. Nach vorn boten sich derweil immer wieder gute Chancen, doch erst nach 46 Minuten platzte der Knoten: Nach einer längeren Druckphase fand Jeremy Bracco mit einem starken Zuspiel den im hohen Slot freistehenden Kevin Slezak, der zum 2:1 einschoss. Die Hessen stemmten sich gegen den Rückstand und agierten in der Folge offensiver – doch das öffnete den Raum für einen stark vollendeten Alleingang von Bracco, der rund sieben Minuten vor dem Ende das 3:1 für Regensburg markierte. Und der Jubel im Eisbären-Fanblock war noch nicht verklungen, da legte Samuel Payeur gar das 4:1 und damit den Endstand nach (jeweils 53.): Er reagierte nach einem wuchtigen Schuss von Marian Bauer aus der Distanz, den Becker prallen ließ, am schnellsten und schob ein.
Eisbären im Triumph
Damit festigte Regensburg seinen sechsten Rang in der DEL-2-Tabelle (jetzt 79 Punkte) und brachte sich vor den finalen beiden Hauptrundenbegegnungen am kommenden Wochenende in eine gute Position im Kampf um die direkte Play-off-Qualifikation. Bad Nauheim indes verpasste ob der Niederlage auch seine letzte Chance auf den vorzeitigen Klassenerhalt: Die Kurstädter, derzeit Zwölfte (55) können die Play-down-Plätze nun auch rechnerisch nicht mehr verlassen. Für die Eisbären haben es die letzten zwei Partien der Regulären Saison indes noch einmal in sich: Am kommenden Freitag, 06. März, empfangen sie ab 19:30 Uhr den feststehenden Vorrundenmeister Krefeld Pinguine in der Donau-Arena, am Sonntag, 08. März, steht ab 17:00 Uhr das schwere Auswärtsaufgabe beim viertplatzierten Topteam der Ravensburg Towerstars in der CHG-Arena an.
EVR Eisbären GmbH & Co. KG Regensburg / RNRed