Klare Entscheidung um den Play-Off-Kampf: Die Regensburger Eisbären empfangen Krefeld und treten in Ravensburg an. Dabei will sich das Team der Domstadt gegen die Topteams der Pinguine und Towerstars den sechsten Tabellenplatz verteidigen und ihre Stärke beweisen. Für die Eisbären sind Krefeld und Ravensburg allbekannte Gegner: Wie werden die Spiele dieses Mal ausgehen?
50 Hauptrunden-Partien sind gespielt – nur noch zwei stehen aus: Für Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg steht ein Wochenende der Wahrheit an. Die Oberpfälzer wollen in den letzten beiden Spielen der DEL-2-Hauptrunde mindestens ihren starken sechsten Tabellenrang (79 Punkte) gegenüber der auf den Pre-Play-off-Plätzen dahinter lauernden Konkurrenz verteidigen und so den direkten Einzug ins Viertelfinale perfekt machen.
Dabei haben sie aber zwei Spitzenklubs vor der Brust: Am Freitag, den 06. März, empfangen sie ab 19:30 Uhr mit den Krefeld Pinguinen den Ligaprimus und sicheren Hauptrundenmeister (111) in der Donau-Arena, am Sonntag, den 08. März, geht die Reise zum viertplatzierten Vorjahresfinalisten Ravensburg Towerstars (87). Spielbeginn in deren CHG-Arena ist um 17 Uhr. Der gesamte Heimbereich für das Heimspiel gegen die Nordrhein-Westfalen ist bereits restlos ausverkauft, nur für den Gästeblock sind noch einzelne Tickets verfügbar. Die Abendkassen öffnen dementsprechend nicht, lediglich die Abholkasse für bereits hinterlegte Tickets.
Bekannter Gegner
Jeweils drei Mal standen die EBR den beiden kommenden Gegnern in der laufenden Saison bereits gegenüber – mit unterschiedlicher Ausbeute. Gegen Ex-Erstligist Krefeld holten die Rot-Weißen bisher trotz drei starker Auftritte lediglich einen Punkt: Diesen erkämpften sie bereits im ersten Aufeinandertreffen Ende November auswärts beim 2:3 nach Overtime (beide Treffer durch Pierre Preto, einer davon in Überzahl). Bei den anschließenden beiden Duellen mit den Pinguinen gingen die Domstädter leer aus. Zuhause unterlagen sie kurz vor Heiligabend knapp mit 3:4 (Corey Trivino, Preto im Powerplay und, mit einem sechsten Feldspieler anstelle des Torhüters, Alex Berardinelli hatten getroffen), in der Fremde folgte im ersten Spiel 2026 ein etwas Klareres 1:4 (Schütze Guillaume Naud). Das Sechsfache heimsten die Schützlinge von Eisbären-Trainer Peter Flache in den Begegnungen gegen Ravensburg ein. Bereits Ende Oktober machten sie es beim 4:0 vor eigenem Publikum deutlich (Tore durch Trivino, Nikola Gajovský und Kevin Slezak jeweils im Powerplay sowie Yuma Grimm), ähnlich einseitig verlief dann aber auch das Auswärtsspiel Mitte Dezember, das die Donaustädter mit 1:5 verloren (Bryce Kindopp in Überzahl). Jüngst standen sich die beiden Kontrahenten dann Ende Januar wieder in Regensburg gegenüber, mit dem besseren Ende für die Hausherren, die 5:2 siegten (Kindopp, mit einem Powerplay-Tor und einem Penalty zwei Mal David Morley sowie Grimm und Jeremy Bracco jeweils mit Empty-Net-Treffern).
Keine Blöße gezeigt
Erst 14 Niederlagen musste Krefeld in seinen bisherigen 50 Begegnungen hinnehmen. Die Mannschaft von Startrainer Thomas Popiesch gibt sich bereits die gesamte Saison über kaum eine Blöße, grüßt seit Monaten ununterbrochen von der Tabellenspitze – zu stark ist die Offensive (189 Tore – Liga-Bestwert), zu kompakt die Defensive (nur 114 Gegentreffer – ebenfalls Liga-Bestwert), zu hoch die individuelle Klasse um die beiden kanadischen DEL-2-Topscorer Max Newton (71 Punkte) und Mathew Santos (65) sowie deren Landsmann Davis Vandane (53), dem offensivstärksten Verteidiger der gesamten Zweiten Liga, und zu dominant die Specialteams mit 27,5 Prozent Erfolgsquote im Powerplay und 83,3 im Penaltykill (jeweils der Rang zwei der DEL 2).
Prominenter Neuzugang
So punkteten die Rheinländer auch in allen ihrer jüngsten sieben Spiele, gewannen sechs davon und feierten verdient bereits vier Spieltage vor Ende der Regulären Saison bereits den Meistertitel in der Hauptrunde. Und dennoch erhielt das ohnehin schon auch über die kanadischen Ausnahmekönner hinaus qualitativ überragend besetzte Popiesch-Team (unter anderem acht ehemalige deutsche Nationalspieler im Kader – ein Torhüter, vier Verteidiger und drei Stürmer) jüngst noch einmal hochkarätigen Zuwachs: Aus der DEL (zuvor Dresden) stieß der Ex-NHL-Spieler C. J. Suess zu den Pinguinen, der US-amerikanische Angreifer ist mit 31 Jahren im besten Eishockey-Alter. Er ist neben dem bereits erwähnten kanadischen Trio und dem finnischen Offensiv-Ausnahmekönner Roope Mäkitalo der fünfte Kontingentspieler des Klubs und könnte sein Debut für seinen neuen Arbeitgeber ausgerechnet gegen die Eisbären feiern.
Siegesserie im Rücken
Auch Sonntagsgegner Ravensburg erwartet die Eisbären mit einer Siegesserie im Rücken: In neun der jüngsten zehn Begegnungen punktete das Team von Coach Bo Šubr. Insgesamt gewann es 22 seiner zurückliegenden 29 Partien und katapultierte sich so nach durchwachsenem Saisonstart auf den inzwischen vierten Tabellenplatz nach vorne. In den vergangenen 13 Spielen gelang es lediglich Regensburg und Kassel, die Türmestädter in die Knie zu zwingen. Gesicht des Erfolgs ist der beste Torschütze der Liga: Mark Rassell netzte in der laufenden Saison bereits 37-mal ein – so oft wie kein anderer DEL-2-Spieler. Mit 61 Scorerpunkten liegt der Kanadier insgesamt nur knapp hinter den Krefeldern Newton und Ex-Towerstar Santos und knapp vor seinem Mannschaftskollegen, dem US-Amerikaner Robbie Czarnik (57 Zähler), der auch Kapitän der Oberschwaben ist. Mit dem Schweden Erik Jinesjö Karlsson (46) steht zudem ein weiterer brandgefährlicher Angreifer in der Ravensburger Topformation.
Wenig verwunderlich: Carnik (drei Tore, eine Vorlage) und Rassel (ein Treffer, drei Assists) sammelten auch gegen die Eisbären schon reichlich Scorerpunkte, waren folglich jeweils an mehr als der Hälfte der bisherigen sieben Treffer der RVT gegen die Regensburger beteiligt. Und auch der vierte Kontingent-Angreifer, der nachverpflichtete Kanadier Odeen Peter Tufto, fand sich schnell ein und steuerte bereits 25 Zähler in 25 Einsätzen bei.
Mit kühlem Kopf ins Spiel
Bis auf den weiterhin verletzten DNL-Stürmer Lukas Krieger sind bei den Eisbären alle Akteure fit. Ob Offensiv-Neuzugang Matěj Leden, der im Laufe des Donnerstags in Regensburg eintraf, bereits am Freitag für die Domstädter auflaufen wird, entscheidet sich kurzfristig. Für das Heimspiel gegen Ligaprimus Krefeld gibt es indes nur noch vereinzelte Karten im Gäste-Block.
EVR Eisbären GmbH & Co. KG Regensburg / RNRed