Enges Kopf-an-Kopf Rennen: Die Eisbären Regensburg ergriffen sich den Sieg gegen die Ravensburger Towerstars mit 3:2 nach dem Penaltyschießen. Sie bleiben auf dem sechsten Platz und können nur direkt im Viertelfinale antreten.
In einem würdigen Hauptrundenfinale hat Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg jetzt den direkten Einzug in die Play-offs unter Dach und Fach gebracht: Mit einem hart erkämpften 3:2-Auswärtssieg nach Penaltyschießen beim Topteam der Ravensburg Towerstars am 52. und damit letzten Spieltag der Regulären DEL-2-Saison hielten sie ihren starken sechsten Platz (jetzt 81 Punkte) und damit auch die Konkurrenz auf den Pre-Play-off-Plätzen auf Abstand. So lösten die Schützlinge von Headcoach Peter Flache auf direktem Wege das Ticket für das Viertelfinale, in dem sie nun auf den Derby-Rivalen Starbulls Rosenheim treffen („Best of Seven“-Serie). Ravensburg blieb indes Vierter (91) und hat nun die Bietigheim Steelers als Gegner vor der Brust.
Spannendes Spiel
In einer engen und intensiven Partie schoss Jeremy Bracco die Domstädter nach fünf Minuten bereits mit 1:0 in Führung, die Oberschwaben glichen aber kurz darauf durch Louis Latta zum 1:1 aus (11. Minute). Im zweiten Durchgang brachte Topscorer Corey Trivino die EBR wieder in Front und stellte auf 2:1 für seine Farben (24.). Dieser Spielstand hatte lange Bestand, doch ausgerechnet in eigener Überzahl kassierten die Oberpfälzer im Schlussabschnitt das 2:2 durch RVT-Angreifer Thomas Reichels Shorthander (48.). In der fälligen Overtime fielen keine Treffer – der Shootout musste über den Sieger entscheiden. Und weil Regensburgs Keeper Jonas Neffin zwei gegnerische Versuche parierte (einzig Odeen Peter Tufto traf für die Puzzlestädter), auf der Gegenseite aber mit Bracco und David Morley zwei Spieler verwandelten (Trivino scheiterte am Pfosten), sicherten sich die Gäste den Zusatzzähler. Die Eisbären informieren zeitnah über das Viertelfinale und den Ticketvorverkauf für die Rivalenduelle gegen Rosenheim.
Qualifizierung für die Play-offs
Schon vor dem Auswärtsauftritt beim Topklub Ravensburg Towerstars am 52. und damit letzten Spieltag der DEL-2-Hauptrunde war für Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg klar: Mit der Ausbeute von mindestens einem Punkt qualifizieren sie sich direkt für die Play-offs. Cheftrainer Peter Flache schickte dabei die gleiche Aufstellung wie zuletzt in die (vor diesem Hintergrund enorm wichtige) Partie: Vor 2.987 Fans in der CHG-Arena der Oberschwaben startete startete Jonas Neffin im Tor, Konrad Fiedler war sein Ersatz – die jungen Cole Danielsmeier (Einsatz für das DNL-Team) und Jonathan Peper standen nicht im Kader. Ferner liefen die Oberpfälzer ohne Verteidiger Max Merkl sowie die Stürmer Bryce Kindopp, Yuma Grimm (beide überzählig), Marks Jirgensons (ebenfalls DNL), Lukas Krieger (verletzt) und Noel Saffran (zurück bei seinem Stammklub Iserlohn) auf.
Guter Start
Die Türmestädter erwischten den besseren Start und deckten Neffin früh mit reichlich Schüssen ein. Doch mit ihrer ersten Großchance des Spiels schoss Jeremy Bracco die Gäste per Rückhand in Führung – er war stark von Nick Mähler, Donát Péter und Kevin Slezak freigespielt worden, tankte sich durch und überwand Heimtorhüter Ilya Sharipov zum 1:0 für die Rot-Weißen (5. Minute). Doch wenig später glichen die Hausherren bereits aus – am Ende einer langen Druckphase mit starkem Kombinationsspiel drückte Louis Latta die Scheibe aus dem hohen Slot platziert zum 1:1 in den Winkel (11.). Anschließend war Neffin aber erst einmal nicht mehr zu überwinden: Mit zahlreichen Glanzparaden verhinderte er einen Rückstand seines Teams.
Bracco und Morley entscheiden Partie
Die Partie blieb ein offener Schlagabtausch, in dem die Baden-Württemberger zwar etwas mehr Spielanteile hatten, Regensburg jedoch ebenfalls etliche Großchancen hatte. Früh im zweiten Drittel legten die Oberpfälzer wieder vor: Topscorer Corey Trivino schoss ein und stellte auf 2:1 für die EBR (24.). Diese verpassten es trotz teils bester Möglichkeiten in der Folge allerdings, den Vorsprung auszubauen.
Und so ging es mit der knappen Führung in den Schlussabschnitt, in dem die Gäste erneut mehrfach den den dritten Treffer auf den Schlägern hatten und anschließend auch in einem Powerplay auf eine Vorentscheidung drängten. Doch statt eines Tores vorne, zappelte der Puck plötzlich im eigenen Netz: Thomas Reichel war völlig frei vor Neffin aufgetaucht und verlud den Regensburger Schlussmann per Shorthander zum 2:2 (48.). Beide Mannschaften vergaben in der Schlussphase noch hochkarätige Chancen – es ging in die Overtime.
Direkter Einzug in die Play-offs
Da diese aber torlos blieb – es hatte je zwei Top-Möglichkeiten auf beiden Seiten gegeben – folgte das Penaltyschießen. Neffin entschärfte den ersten Ravensburger Versuch von Reichel, während Trivino auf der Gegenseite nur den Pfosten traf. Für die RVT legte anschließend Odeen Peter Tufto mit einem sehenswerten Treffer vor, für die Eisbären glich dann Jeremy Bracco aus. Nach einer weiteren Neffin-Parade gegen Alec Ahlroth entschied dann David Morley mit seinem Tor die Partie zugunsten der Domstädter.
Damit sicherten die EBR ihren sechsten Platz (81 Punkte) und damit auch den direkten Einzug ins Play-off-Viertelfinale. In diesem, einer „Best of Seven“-Serie, treffen sie nun auf ihren Derby-Rivalen Starbulls Rosenheim. Ravensburg blieb auf Rang vier (91) und trifft in der ersten Runde damit auf Bietigheim.
EVR Eisbären GmbH & Co. KG Regensburg / RNRed