Am Wochenende spielte der SSV Jahn Regensburg gegen den VfL Osnabrück, der sich den Sieg holte. David Kopacz und Lars Kehl erzielten die Treffer für den Tabellenführer, während die Jahnelf zum Abschluss der Englischen Woche leer ausging.
Chef-Trainer Michael Wimmer änderte die Startelf auf zwei Positionen: Felix Strauss und Oscar Schönfelder ersetzten Nick Seidel und Bene Bauer. Bene Saller stand aufgrund von Rückenproblemen nicht im Kader. Die zwei formstarken Teams starteten zunächst verhalten, die Jahnelf sollte jedoch die erste richtig gute Chance haben: Eric Hottmann scheiterte gleich zweimal an VfL-Keeper Jonsson (6.). Das blieb jedoch in der Anfangsviertelstunde das einzige Ausrufezeichen, insbesondere im Spiel des VfL fehlten noch die Genauigkeit und Konsequenz in den Aktionen.
VfL Osnabrück in Führung
Kopaczs Abschluss nach einem Doppelpass mit Meißner war zu harmlos (14.). Der SSV ging auf jeden Fall durchaus robust zu Werke - Schiedsrichter Jonah Besong beließ es nach einem Einsteigen von Malte Karbstein bei einer Verwarnung (15.). Mitte der ersten Halbzeit blieb die Partie zwar umkämpft, aber weiterhin eher ereignislos. Ungenau Zuspiele und Ballverluste schlichen immer wieder ein. Osnabrück konterte sich stark aus der eigenen Hälfte, doch der Flanke von Kammerbauer fehlte die Präszision. Meißner hatte dann aber die beste Möglichkeit für den VfL auf dem Fuß: Der Topscorer scheiterte mit seinem Schuss an Gebhardt (27.). Der Jahn bekam aber die Situation nicht geklärt, Osnabrück blieb im Ballbesitz und Schönfelder konnte sich nur mit einem Foulspiel direkt hinter der Strafraumgrenze behelfen. Der anschließende Freistoß blieb zunächst hängen, doch Kopacz flankte noch einmal in die Gefahrenzone: Eine Kopfballverlängerung erreichte Fabinski am langen Pfosten, der zur vermeintlichen Führung einschob - nach ein paar Sekuden Wartezeit entschied der Linienrichter aber auf Abseits (29.). Auf der Gegenseite scheiterte Hottmann mit seinem Schuss aus dem Rückraum an einem Osnabrücker Verteidiger (30.). Die Partie nahm nun wieder etwas mehr Fahrt auf. Osnabrück setzte nun mehr Nadelstiche und kurz vor der Halbzeit war die Mannschaft von Chef-Trainer Timo Schultz zur Stelle: Bei einem weiteren Konter bestrafte Kopacz die Nachlässigkeiten und blieb vor Gehbardt eiskalt - die Führung für die Gäste (40.). Bei einem weiteren Tempogegenstoß hätte es am Ende einer Kombination Wiethaup das 2:0 auf dem Fuß - abgefälscht flog die Kugel knapp am Pfosten vorbei (41.). Die Regensburger hatten kurz vor dem Halbzeitpfiff noch einmal einen Moment: Nach einer Ecke köpfte Christian Kühlwetter relativ freistehend, aber überrascht über den Kasten (45.).
Fehlende Power
Osnabrücks Wiethaup läutete nach einem Oliveira-Ballverlust die zweite Halbzeit ein, sein Fernschuss zischte einen Meter über den Kasten (47.). Ein Strauss-Kopfball nach einer Fein-Freistoßflanke stellte Jonsson vor keine Probleme (49.). Wie viel Sprit sollte im Tank der Jahnelf am Ende der Englischen Woche noch sein? Osnabrück blieb jedoch die gefährlichere Mannschaft: Meißner zielte freistehend in Abseitsposition knapp daneben (52.), Kopaczs scharfe Hereingabe von rechts fand keinen Abnehmer in der Mitte (53.). Osnabrück spielte nun direkter und zielstrebiger. Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte legte Kehl auf Meißner, der im Strafraum Strauss an den Arm schoss (56.). Schiedsrichter Besong ließ aber weiterspielen. Michael Wimmer reagierte mit einem Dreifachwechsel und brachte Beckhoff, Posselt und Stolze in die Partie. Der SSV blieb bemüht, wurde dann aber ein zweites Mal von den Gästen ausgekontert: Meißner steckte durch auf Kehl, der per Außenrist zum 2:0 vollendete (63.). War das schon die Vorentscheidung? Die Jahnelf gab sich nicht auf, aber gegen das defensivstärkste Team der Liga gab es weiterhin kein wirkliches Durchkommen. Osnabrück zog sich mehr und mehr zurück. Eichingers Freistoß landete auf dem Tornetz (79.). Der VfL hatte die Partie weiter im Griff, dem Jahn fehlte mit Start der Schlussphase die Power und Kreativität, um hier noch einmal zurückzukommen. Stolze setzte einen Kopfball nach einer Ecke übers Tor (86.). Letztlich blieb es aber beim verdienten 2:0 für den VfL - der Jahnelf hatte es insgesamt an Power gefehlt, die eigenen Fehler wurden vom Gegner gnadenlos bestraft. Der SSV bleibt mit 35 Punkten auf dem 14. Platz.
SSV Jahn Regensburg GmbH & Co. KGaA / RNRed