Im DEL2-Play-off-Viertelfinale kommt es zum spannenden Derby: Die Eisbären Regensburg treffen auf die Starbulls Rosenheim. Trotz vier Siegen in der Hauptrunde wartet nun ein Duell, in dem die Karten neu gemischt werden können.
52 teils turbulente und umkämpfte Hauptrundenspieltage haben in der DEL 2 ein brisantes Aufeinandertreffen in der ersten Runde der Play-offs zur: Für Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg geht es im Viertelfinale („Best of Seven“) gegen die Starbulls Rosenheim. Mit dem Derbyrivalen aus Oberbayern hatten sich die Oberpfälzer bereits in der Regulären Saison vier packende und intensive Duelle geliefert, die letztlich allesamt an die Domstädter gingen. Doch in der Endrunde werden die Karten neu gemischt – das ambitionierte Topteam der SBR, das letztlich mit 97 Zählern Tabellenrang drei belegt hatte und dabei satte 16 Punkte mehr ergatterte als die sechstplatzierten Schützlinge von EBR-Trainer Peter Flache (81), geht neben Ligaprimus Krefeld und dessen ersten Verfolger Kassel als einer der großen Favoriten auf den Titel ins Rennen. Die vier Siege aus den bisherigen direkten Aufeinandertreffen geben derweil den Rot-Weißen Selbstvertrauen. Das Team, das zuerst vier Partien gewinnt, zieht in die Vorschlussrunde ein. Am heutigen Dienstag, den 17. März, stehen sich die beiden Kontrahenten erstmals ab 19:30 Uhr im Rosenheimer Rofa-Stadion gegenüber. In Regensburg treffen die Teams dann am kommenden Freitag, den 20. März, ab 20:00 Uhr in der Donau-Arena aufeinander, ehe Spiel drei am Sonntag, den 22. März, ab 17:00 Uhr wiederum an der Mangfall steigt. Am darauffolgenden Mittwoch, den 25. März, könnte in Partie vier ab 20:00 Uhr in der Donau-Arena dann unter Umständen bereits eine Entscheidung fallen. Sollte dies nicht der Fall sein, folgen bis zu drei weitere Begegnungen: Am Freitag, den 27. März, ab 19:30 Uhr bei den Oberbayern, am Sonntag, den 29. März, ab 17:00 Uhr an der Donau und am Dienstag, den 31. März, ab 19:30 Uhr bei den SBR.
Stabile Defensiven im Fokus
In der Hauptrunde sicherte sich das Flache-Team elf von zwölf möglichen Punkten gegen die Starbulls. Zunächst gewannen sie am zweiten Spieltag 2:1 auswärts (Treffer durch Constantin Ontl und David Morley), ließen dann Mitte November einen 3:0-Heimerfolg folgen (Torschützen Morley und Alex Berardinelli jeweils im Powerplay sowie Jakob Weber), mühten sich zwischen den Jahren zu einem 3:2 nach Shootout an der Mangfall (Schützen waren Kevin Slezak und in Überzahl Jeremy Bracco – im Penaltyschießen trafen Corey Trivino und erneut Bracco) und triumphierten Ende Januar denkbar knapp in der Donau-Arena mit 1:0 (Siegtor durch Morley).
Prunkstücke beider Teams ist die stabile und souveräne Abwehr: Während Rosenheim um Cheftrainer Jari Pasanen zwar insgesamt weniger Gegentreffer zuließ (124 – zweitbeste Defensive der Liga) als die Eisbären (143 – viertbeste Defensive), hatten dafür die Regensburger die Nase beim Unterzahlspiel vorn: 83,7 Prozent Erfolgsquote sind Bestwert der DEL 2, Rosenheim folgt in dieser Statistik mit einem Wert von 82,2 auf Rang drei aller Mannschaften.
Und auch beim Powerplay bringen es beide Mannschaften auf ähnliche Statistiken: Die SBR nutzten bislang 17,8 Prozent ihrer Überzahlspiele zu Toren, die EBR derweil 18,4.
Im Tor setzen die Oberbayern auf ein starkes Duo: Christopher Kolarz (91,6 Prozent Fanquote – 20 Einsätze) und den Finnen Oskar Autio (91,47 - 32) sind starke Rückhalte und teilten sich die Einsatzzeiten bislang weitgehend. Vor den beiden Keepern ist die Defensivabteilung nicht minder stark besetzt: Neben den ehemaligen Nationalspielern Maximilian Adam und Dominik Tiffels bringen auch die Routiniers Joel Keussen und Maximilian Vollmayer viel Erfahrung mit, Allrounder Dominik Kolb ist vielseitig einsetzbar. Kanadier Shane Hanna zählt zu den läuferisch wie offensiv stärksten Verteidigern der DEL 2, Leon van der Linde von DEL-Klub Augsburg bringt zusätzliche Qualität. Abgerundet wird die Hintermannschaft durch die starken Talente Tobias Beck und Lars Bosecker.
Rosenheim mit Last-Minute-Neuzugang im Sturm
Obwohl bereits in der Hauptrunde mit dem fünftgefährlichsten Sturm der Liga, legten die Starbulls kurz vor Transferschluss mit einem weiteren Offensiv-Neuzugang nach: US-Amerikaner Wyatt Schingoethe nimmt die sechste und letzte Kontingentstelle ein und sammelte bei seinem Debüt in Grün-Weiß direkt zwei Puntke (ein Tor, eine Vorlage). Mit dem Finnen Teemu Pulkkinen (27 Torbeteiligungen), dem Kanadier Charlie Sarault (30) und Schingoethe-Landsmann C. J. Stretch (38) sind indes auch die weiteren Imports hochkarätige Topstürmer. Die interne Scoringliste führen indes Scott Feser (48), Offensivverteidiger Hanna (43) und Ville Järveläinen (41) an. Doch auch über die Genannten hinaus steht mit (unter anderem) Lewis Zerter-Gossage (27), Jordan Taupert, Luigi Calce (beide 21), dem DEL-erfahrenen Lukas Laub (18) und Fabian Dietz (15) reichlich Angriffspower im Kader.
EVR Eisbären GmbH & Co. KG Regensburg / RNRed