Starker Start in die Play-offs: Die Eisbären Regensburg haben sich gestern Abend ein umkämpftes Derby mit den Starbulls Rosenheim geliefert. Dabei holten sich die Regensburger bei einem 3:2-Auswärtssieg die Serienführung. Damit haben die Eisbären sich das Heimrecht erkämpft.
Es war die erwartet enge und hart umkämpfte Partie, die sich die Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg und Starbulls Rosenheim zum Auftakt in die Play-off-Viertelfinalserie („Best of Seven“) geliefert haben: Am Ende stand für die Oberpfälzer ein wichtiger 3:2-Auswärtssieg, durch den sie das Heimrecht sicherten. Vor 4.425 Fans im Rofa-Stadion legten die heimischen SBR nach nur fünf Minuten in Überzahl durch einen Nachschuss von Luigi Calce zum 1:0 vor, doch die Domstädter antworteten ihrerseits durch David Morley, der in der elften Minute ebenfalls im Powerplay einen Onetimer in den Winkel donnerte. Kurz nach der ersten Pause nutzten die Hausherren eine weitere Strafe gegen die Gäste zum 2:1 durch Scott Feser (22. Minute), doch die Schützlinge von EBR-Trainer Peter Flache egalisierten abermals – Alex Berardinelli erzielte das 2:2 (37.). Im Schlussdurchgang war es dann erneut Berardinelli, der am Ende einer starken Kombination das 3:2 für Regensburg und somit den Siegtreffer erzielte (44.). Weiter geht es für die Domstädter am kommenden Freitag, den 20. März, mit dem zweiten Duell der Runde, dem ersten EBR-Heimspiel: Ab 20:00 Uhr empfangen sie die Oberbayern in der heimischen Donau-Arena.
Früher Rückstand – Eisbären Regensburg kontern
Zum Start in die heißeste Zeit des Eishockey-Jahres setzte der Cheftrainer des Zweitligisten Eisbären Regensburg, Peter Flache, auf die gleiche Aufstellung, mit der er auch schon den Hauptrundenschlussspurt bestritten hatte. So schickte er in Spiel 1 der Play-off-Viertelfinalserie auswärts beim bayerischen Derby-Rivalen Starbulls Rosenheim („Best of Seven“) zwischen den Pfosten von Beginn an Goalie Jonas Neffin ins Rennen, Konrad Fiedler war sein Ersatz – die jungen Cole Danielsmeier und Jonathan Peper standen nicht im Kader. Ferner liefen die Oberpfälzer vor 4425 Fans im Rofa-Stadion an der Mangfall ohne Verteidiger Max Merkl sowie die Stürmer Bryce Kindopp, Yuma Grimm, Marks Jirgensons, Lukas Krieger (alle überzählig) und Noel Saffran (zurück bei seinem Stammklub Iserlohn) auf.
Der Start in die Partie verlief für die Gäste ungünstig: Nach einigem Abtasten beider Teams handelten sich die Rot-Weißen eine Strafe ein und die folgende Überzahl nutzten die SBR in Person von Luigi Calce per Nachschuss zum frühen 1:0 (5. Minute). Doch die Domstädter zeigten sich davon unbeeindruckt: Hinten gewohnt sicher und kompakt, erspielten sie sich in den Folgeminuten ebenfalls gute Möglichkeiten. Als sie dann selbst im Powerplay ran durften, drosch David Morley eine Direktabnahme punktgenau in den linken oberen Winkel und glich zum 1:1 aus (11.).
Doppelpack Berardinelli
In einer intensiven und teils hitzigen Begegnung legten kurz nach der Pause dann aber wieder die Starbulls vor: Abermals in Überzahl trafen sie durch einen Gewaltschuss ihres Hauptrunden-Topscorers Scott Feser zum 2:1 (22.). Doch erneut bewahrte Regensburg die Ruhe. Es entwickelte sich zwischenzeitlich ein offener Schlagabtausch mit vielen guten Chancen auf beiden Seiten, die beste Möglichkeit verzeichnete Morley, dessen Kracher aber nur am Pfosten landete. Den nächsten Treffer setzten die Flache-Schützlinge. Über Morley und Corey Trivino kam die Scheibe zu Alexander Berardinelli, der aus halblinker Position Oskar Autio im SBR-Gehäuse zum verdienten 2:2 überwand (37.).
Und es kam im Schlussabschnitt noch besser für die rund 200 mitgereisten Fans der Oberpfälzer: Zwar wurde Berardinelli zunächst nach einem überragenden Antritt gerade noch am Abschluss gehindert, doch wenig später machte er seinen Doppelpack dennoch perfekt: Nach einer Traumkombination über Trivino und Morley stand er plötzlich völlig frei vor Autios Kasten und netzte zur erstmaligen Regensburger Führung ein (44.). Rosenheim versuchte alles, fand gegen routinierte Gäste aber kein Mittel mehr – der knappe Vorsprung hielt bis zur Schlusssirene, auch weil ein brandgefährlicher letzter Schuss von Ville Järveläinen mit Ablauf der Zeit von Verteidiger Sean Giles gerade noch rechtzeitig abgeblockt wurde.
In der ersten Play-off-Runde steht es damit 1:0 für die Eisbären, die die Hauptrunde als Tabellensechste (81 Punkte) mit 16 Zählern weniger als Rosenheim auf Rang drei (97) beendet, aber auch alle vier Hauptrundenduelle gegen die Starbulls für sich entschieden hatten.
Weiter geht es in der spannenden Serie zwischen den beiden Derby-Rivalen nun mit einem Heimspiel für die Domstädter am kommenden Freitag, den 20. März: Zum zweiten Spiel des „Best of Seven“-Duells empfangen sie die Oberbayern dann ab 20:00 Uhr in der heimischen Donau-Arena.
EVR Eisbären GmbH & Co. KG Regensburg / RNRed