Die Eisbären Regensburg verlieren 1:5 gegen die Starbulls Rosenheim im sechsten direkten Duell in der ausverkauften Donau-Arena. Nach einem frühem Führungstor kippte das hitzige Derby, geprägt von vielen Strafen, zugunsten der Gäste.
Im sechsten direkten Duell der laufenden DEL-2-Saison hat Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg jetzt nach zuvor fünf Siegen in Folge erstmals gegen die Starbulls Rosenheim verloren: Im Heimspiel vor ausverkaufter Donau-Arena (4712 Fans) unterlagen die Oberpfälzer in der zweiten Partie der „Best of Seven“-Serie im Play-off-Viertelfinale jetzt mit 1:5.
Anfangs in Führung
Im hitzigen Derby setzte es insgesamt fast 100 Strafminuten – und eine am Ende etwas zu hohe Niederlage der EBR, die nach nur 90 gespielten Sekunden in Überzahl noch mit 1:0 durch Alexander Berardinelli in Führung gegangen waren (2. Minute).
Spieldauer-Strafe
Doch als Gäste-Stürmer Luigi Calce nach einem Check von Heim-Angreifer Aleandro Angaran auf diesen losging und in der Folge beide Spieler vorzeitig duschen geschickt wurden (6.), bekamen die SBR Aufwind: Erst nutzten sie ihrerseits ein Powerplay zum 1:1-Ausgleich durch Ville Järveläinen (7.), dann gingen sie nach einem Fehler in der Defensive der Rot-Weißen durch Wyatt Schingoethe gar mit 2:1 in Führung (15.). Mit einem Breakaway stellte anschließend Teemu Pulkkinen auf 3:1 für das Team von der Mangfall. Den Donaustädtern indes gelang der Anschlusstreffer trotz teils bester Chancen nicht, mehrfach standen das Aluminium oder Starbulls-Goalie Christopher Kolarz im Weg. Nach torlosem Mitteldrittel sorgte Rosenheim früh im Schlussabschnitt in Überzahl durch Shane Hanna für die Vorentscheidung zum 4:1 (42.). Hanna ließ später auch den 5:1-Endstand folgen, abermals im Powerplay (53.).
In der Schlussphase setzte es eine weitere Spieldauerstrafe gegen Regensburg: Es erwischte Stürmer David Morley. Damit glichen die Oberbayern in der ersten Runde zum 1:1 nach Siegen aus. Am Sonntag, den 22. März, ging es für die Domstädter auswärts weiter: Spiel drei stieg dann ab 17 Uhr im Rofa-Stadion der SBR.
Gleicher Lineup
Mit im Vergleich zum Spiel eines unveränderten Lineups schickte Peter Flache, Trainer des Zweitligisten Eisbären Regensburg, sein Team auch in das zweite Play-off-Duell (Viertelfinale – „Best of Seven“) gegen die Starbulls Rosenheim. Vor 4712 Fans in der ausverkauften Donau-Arena vertraute er so im Tor abermals auf Goalie Jonas Neffin, Konrad Fiedler war sein Ersatz – die jungen Cole Danielsmeier und Jonathan Peper standen nicht im Kader. Ferner liefen die Oberpfälzer ohne Verteidiger Max Merkl sowie die Stürmer Bryce Kindopp, Yuma Grimm, Marks Jirgensons, Lukas Krieger (alle überzählig) und Noel Saffran (in der Endrunde nicht spielberechtigt) auf.
Guter Start für den EVR
Früh zeichnete sich ab, dass dieses Derby mindestens genauso umkämpft und intensiv werden würde, wie Spiel eins der Serie, das mit einem 3:1-Sieg für die EBR geendet hatte. Diese erwischten einen guten Start: Nach einem Video-Beweis gab es eine Strafe gegen die Gäste wegen Spielverzögerung – und das folgende Powerplay nutzten die Domstädter nach nur 90 gespielten Sekunden direkt zum 1:0 (2. Minute). Alex Berardinelli hatte einen Kracher aus der Distanz von Jakob Weber mit dem Oberkörper an Gäste-Keeper Christopher Kolarz vorbeigelenkt. Die Anfangsphase war schnell, hart und ausgeglichen – doch als Regensburg in Unterzahl geriet, kippte das Momentum. Aleandro Angaran hatte einen harten Check an SBR-Verteidiger Dominik Tiffels gefahren, dessen Teamkollege Luigi Calce rächte dies und schlug wild auf den Regensburger ein. Die Folge: Beide erhielten eine Spieldauer-Strafe und wurden frühzeitig duschen geschickt (6.) – Rosenheim durfte allerdings in Überzahl agieren und traf durch einen feinen Abschluss von Ville Järveläinen zum 1:1-Ausgleich (7.).
Drüben rettet der Pfosten, hüben schlägt es ein
Während einer weiteren Strafe gegen die Oberbayern lag anschließend erneut eine Regensburger Führung in der Luft – doch mehrfach verfehlten die Eisbären knapp oder scheiterten an Kolarz. Die beste Möglichkeit durch David Morley machte der Pfosten zunichte (14.). Als Rosenheim gerade wieder vollzählig war, leisteten sich die Hausherren dann einen Abspielfehler vor dem eigenen Tor: Wyatt Schingoethe tauchte frei vor Neffin auf und schob zum 2:1 für die Gäste von der Mangfall ein (15.). Mitten hinein in eine offensive Drangphase der Regensburger legten die Grün-Weißen dann gar das 3:1 durch Teemu Pulkkinen nach: Sie hatten einen Schuss der EBR geblockt und durch Scott Feser blitzschnell einen punktgenauen weiten Pass auf den nach vorne durchstartenden Finnen gespielt. Frei vor Neffin netzte dieser per platziertem Schlenzer ein (17.).
Scheibenglück bei den Gegnern
Im Mitteldrittel bot sich ein ähnliches Bild: Die Partie war recht ausgeglichen, Chancen boten sich auf beiden Seiten, doch das Scheibenglück schien an diesem Abend nicht auf Seiten der Gastgeber zu sein. Nach torlosem zweitem Abschnitt, in dem die Eisbären auch einige Male den möglichen Anschluss auf ihren Kellen hatten, fiel früh im dritten dann dann die Vorentscheidung: Abermals in Überzahl stellte Rosenheim durch Shane Hanna auf 4:1 (42.). Hanna war es auch, der (wiederum im Powerplay) später den 5:1-Endstand in der nickligen und hitzigen Partie besorgte (53.). In der Schlussphase gab es keine weiteren Treffer mehr – nur noch eine weitere Spieldauer-Strafe, dieses Mal gegen Morley.
Fünftes Treffen
Am Mittwoch, den 25. März, sind die Flache-Schützlinge dann schon wieder zuhause im Einsatz: Ab 20:00 Uhr gastiert zum vierten Duell der „Best of Seven“-Viertelfinalserie Rosenheim erneut in der Donau-Arena. Durch den 1:1-Ausgleich der Oberbayern nach Siegen steht obendrein bereits fest, dass mindestens ein fünftes Aufeinandertreffen nötig sein wird: Dieses steigt dann am kommenden Freitag, den 27. März, wiederum an der Mangfall (Beginn 19:30 Uhr).
EVR Eisbären GmbH & Co. KG Regensburg / RNRed