Die Bunkerladies haben ihr Spiel gegen die Rödertalbienen mit 24:28 verloren. Auch nach der Halbzeit blieb das Team zunächst vorn, ehe der Gegner die Partie drehte. Für den Sieg hat es gegen die Tabellendritten nicht gereicht.
Lange hat der ESV 1927 Regensburg beim HC Rödertal in der zweiten Alsco Handball Bundesliga Frauen geführt, am Ende reichte es nicht ganz, etwas Zählbares aus dem Bienenstock zu entführen. Der rund 20 Kilometer östlich in Großröhrsdorf beheimatete Tabellendritte war mit sechs Siegen in Serie die Mannschaft der Stunde. Aber der Tabellensechste aus dem als nördlichste Stadt Italiens bezeichneten Regensburg war zunächst die bessere Mannschaft. Basis war eine agile Abwehr vor einer gut aufgelegten Joelle Arno im Kasten, eine starke Spielsteuerung durch Franziska Peter und effektives Tempospiel. Hätte HC-Keeperin Larissa Schutrups nicht neun Paraden gezeigt, hätte die 15:13-Pausenführung durchaus noch höher ausfallen können.
Zuerst in Führung
Nach dem Seitenwechsel blieben die Bunkerladies am Drücker: In der 39. Minute markierte Franzi Peter das 20:17 für den ESV und zwang Bienen-Trainerin Maike Daniels zur Auszeit. Im Anschluss kippte die Partie: Den Unterschied machten letztlich zwei Akteurinnen. Rödertals israelische Nationalspielerin Mor Shaul, die mit ihren Gewaltwürfen immer zur richtigen Zeit traf und ihrem Team aus brenzligen Lagen befreite. Auch Keeperin Ann Rammer vereitelte mit elf Paraden zahlreiche gut herausgespielte Möglichkeiten mit elf Paraden nach ihrer Einwechslung.
ESV-Trainer über das Spiel
Beim ESV machte sich auch das zwischenzeitliche Ausscheiden von Julika Birnkammer bemerkbar, zumal mit Theresa Lettl eine wichtige Spielerin ohnehin gefehlt hatte. Am Ende siegte Rödertal mit 28:24, auch wenn Regensburg über zwei Drittel der Partie einen Tick besser war. „Wir haben uns gegen ein Spitzenteam sehr gut verkauft. Hintenraus waren wir etwas zu hektisch, hatten zu viele Fehlwürfe und Rödertal auch personell mehr Optionen“, bilanzierte ESV-Trainer Bernhard Goldbach.
Harter Kampf
In dieses Horn stieß auch der Sportliche Leiter Robert Torunsky. „Heute war mehr drin und es wäre wohl auch verdient gewesen. Letztendlich hat die Qualität der Rödertaler Ausnahmekönnerinnen im Tor und Feld den Ausschlag gegeben.“ In der Tat wurden 21 der 28 Tore Rödertals von Legionärinnen erzielt, 13 davon von den aktuellen Nationalspielerinnen Mor Shaul und Eleonora Stankovic (5). Die jungen Regensburgerinnen haben Rödertal aber einen harten Kampf geliefert und stehen immer noch auf einem guten siebten Tabellenplatz.
H.C. Wagner / Bunkerladies / RNRed