Die Eisbären Regensburg haben am Wochenende das Viertelfinalspiel gegen die Starbulls Rosenheim vor 4.701 Fans in der Donau-Arena mit 2:1 nach Verlängerung gewonnen. Damit ziehen die Oberpfälzer ins Halbfinale ein, wo nun die Krefeld Pinguine warten.
Nächste Station: Halbfinale! Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg hat das sechste Spiel der Play-off-Viertelfinalserie („Best of Seven“) gegen die Starbulls Rosenheim jetzt vor eigenem Publikum mit 2:1 nach Verlängerung gewonnen und damit den vierten Sieg gegen die Oberbayern eingefahren und die zweite Runde erreicht. In der mit 4.701 Fans beinahe ausverkauften Donau-Arena gingen die Oberpfälzer nach elf Minuten durch Sam Payeur in Überzahl 1:0 in Führung, mussten kurz darauf aber den 1:1-Ausgleich schlucken, als Johannes Achatz einen Abpraller für die Gäste einnetzte (13. Minute). In einer spannenden und umkämpften Partie auf Messers Schneide hatten beide Teams zahlreiche Chancen, doch in der Regulären Spielzeit fielen anschließend keine Treffer mehr. In der fälligen Overtime entschied dann Stürmer Bryce Kindopp einmal mehr das Derby: In doppelter Überzahl versenkte er eine Direktabnahme in den Maschen (67.) und schoss seine Farben damit in die Vorschlussrunde. Es war bereits der dritte Siegtreffer des Kanadiers in lediglich vier Play-off-Einsätzen gegen die SBR – davon zwei in Verlängerung. Nun treffen die Donaustädter auf Hauptrundenmeister Krefeld Pinguine. Los geht es am kommenden Donnerstag, den 02. April, ab 19:30 Uhr auswärts in der Yayla-Arena der Rheinländer, am Samstag, den 04. April folgt dann das erste Heimspiel der Serie ab 20:00 Uhr in der Donau-Arena.
Strakes Duell geht in die Overtime
Peter Flache, Trainer des Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg, setzte im sechsten Spiel der „Best of Seven“-Viertelfinalserie gegen Derby-Rivale Starbulls Rosenheim auf einen ähnlichen Kader wie zuletzt: Mit Torhüter Jonas Neffin von Beginn an zwischen den Pfosten sollte der erste Matchpuck in der ersten Play-off-Runde direkt genutzt werden – Konrad Fiedler nahm als Backup auf der Bank Platz – die jungen Cole Danielsmeier und Jonathan Peper standen nicht im Kader. Vor 4701 Fans in der beinahe ausverkauften Donau-Arena traten die Oberpfälzer zudem ohne Verteidiger Max Merkl sowie die Stürmer David Morley, Yuma Grimm, Marks Jirgensons, Lukas Krieger (alle überzählig) und Noel Saffran (in der Endrunde nicht spielberechtigt) an. Für Merkl und Grimm, die im fünften Duell noch ins Line-up gerutscht waren, kehrten die Offensivkräfte Aleandro Angaran (nach abgesessener Sperre) und Pierre Preto (nach auskurierter Blessur) ins Aufgebot zurück.
Abermals begann die Begegnung rasant mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Die EBR überstanden zunächst eine längere doppelte Unterzahl, ehe sich die Gäste einige Strafen einhandelten und das Heimteam im Powerplay Selbstvertrauen tankte. Am Ende einer schnellen Stafette stand dann der formstarke Sam Payeur goldrichtig vor dem Tor von Starbulls-Keeper Oskar Autio: Er wurde angeschossen und der Puck prallte von ihm ins Netz ab – 1:0 für Regensburg (11. Minute). Doch der Jubel in der Donau-Arena verklang recht schnell wieder, antworteten die SBR doch nur 117 Sekunden später mit dem etwas glücklichen 1:1-Ausgleich (13.): Johannes Achatz war ein abgeblockter Rosenheimer Schuss genau auf die Kelle gefallen und der junge Stürmer schon gedankenschnell ein.
Regensburg hatte die Partie zwar weitgehend im Griff und auch leichte Vorteile, doch die Gäste waren stets gefährlich. Mit starken Leistungen verhinderten Neffin hüben und Autio drüben aber selbst bei besten Chancen weitere Treffer. Bis zum Ende der Regulären Spielzeit blieb es nach den zwei schnellen Toren daher beim Unentschieden – es ging in die Overtime.
Kindopp mit drittem Siegtreffer der Serie
Auch in dieser gaben die Eisbären eigentlich den Ton an – hatten bei einer hochkarätigen Möglichkeit von SBR-Angreifer Ville Järveläinen aber auch Glück, dass dieser seinen Meister im überragend reagierenden Neffin fand. Als dann gleich zwei Rosenheimer zeitgleich die Strafbank hüten mussten, fingen die Rot-Weißen einen Konterversuch von Gäste-Topscorer Scott Feser ab und nutzten den Platz auf dem Eis zu einer starken Kombination, an deren Ende Bryce Kindopp per Onetimer zum umjubelten Siegtreffer einschoss und die packende und hochspannende Serie auf Augenhöhe damit zugunsten seiner Farben beendete (67.).
Es war bereits das dritte Mal, dass Kindopp in der ersten Play-off-Runde gegen die Grün-Weißen den entscheidenden Treffer markierte – und das in nur vier Einsätzen, hatte er in den ersten beiden Begegnungen des Viertelfinals noch pausiert. Mit neun Scorerpunkten (sechs Tore und drei Vorlagen) ist der Kanadier nun unangefochtener Topscorer im EBR-Team. Dieses trifft nun im Halbfinale auf das Topteam der Krefeld Pinguine, das nicht nur souveräner Hauptrundenmeister wurde, sondern anschließend In vier Spielen sweepten sie die Niederbayern, holten also vier Siege und eliminierten den EVL – mit einem schier unglaublichen Torverhältnis von 28:11. Los geht es am kommenden Donnerstag, den 02. April, mit Spiel eins in der Yayla-Arena der Rheinländer (Puckdrop 19:30 Uhr). Anschließend empfangen die Eisbären die Schwarz-Gelben dann am Samstag, den 04. April, ab 20:00 Uhr in der Donau-Arena zum zweiten Aufeinandertreffen.
EVR Eisbären GmbH & Co. KG Regensburg / RNRed