Die Eisbären Regensburg stehen im Halbfinale vor einer enormen Herausforderung: Gegen Hauptrundenmeister Krefeld Pinguine trifft Kampfgeist auf Topfavorit. Die zweite Play-off-Runde im Modus „Best of Seven“ verspricht hochklassiges Eishockey, enge Duelle und maximale Spannung bis zur Entscheidung.
Nach dem Derby kommt das wohl schwerste Los: Im Halbfinale der Play-offs bekommt es Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg jetzt mit dem souveränen DEL-2-Hauptrundenmeister Krefeld Pinguine zu tun. Die Rheinländer gelten als einer der großen Favoriten auf den Titel und den Aufstieg. Wie auch schon die erste Runde, in der sich die Oberpfälzer zuletzt sensationell in sechs hochspannenden Derbys gegen das Topteam der Starbulls Rosenheim durchgesetzt hatten, wird auch die zweite nach dem Modus „Best of Seven“ gespielt – bis zu sieben Duelle, das Team, welches zuerst vier Siege zu verbuchen hat, zieht ins große Finale ein. Ein Kunststück, dass die Domstädter nach ihrem legendären Coup 2024, an dessen Ende die Sensationsmeisterschaft stand, gerne wiederholen würden. Doch mit dem Altmeister aus der Seidenstadt haben sie nun die Übermannschaft der Saison vor der Brust: Unangefochten holte diese nach 52 Spieltagen der Regulären Saison Platz eins der Tabelle (satte 114 Punkte) und überrollte anschließend auch im Viertelfinale den ambitionierten EV Landshut mit einem Sweep, also vier Erfolgen ohne Niederlage, und einem schier unglaublichen Torverhältnis von 28:11. Eine harte Aufgabe für die EBR also, die mit dem Auswärtsauftritt am Donnerstag, den 2. April, ab 19:30 Uhr in der Yayla-Arena der Nordrhein-Westfalen beginnt. Gespielt wird anschließend im kräftezehrenden Zwei-Tages-Rhythmus. Zuhause in der Donau-Arena sind die Schützlinge von Eisbären-Trainer Peter Flache folglich dann am Samstag, den 4. April, ab 20:00 Uhr erstmals im Einsatz, ehe es am Montag, den 6. April, wiederum mit Partie drei bei den Rheinländern weitergeht (Beginn 17:00 Uhr) und am Mittwoch, den 8. April, das zweite Mal an der Donau gespielt wird (20:00 Uhr) – im vierten Duell könnte bereits erstmals eine Entscheidung fallen. Sollten jedoch weitere Aufeinandertreffen nötig sein, gibt es derer bis zu drei: Am Freitag, den 10. April, in NRW (19:30 Uhr), am Sonntag, den 12. April, in Regensburg (17:00 Uhr) und am Dienstag, den 14. April, wiederum beim KEV. Die Nachfrage nach Tickets für die beiden bereits sicheren Heimspiele der Eisbären ist gewaltig. Letzte Karten gibt es unter www.ebr.live.
Rückblick auf die Duelle
Einen Video-Vorbericht inklusive Interview mit Trainer Peter Flache gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären! In vier Hauptrundenbegegnungen zwischen den Rot-Weißen und dem Spitzenklub aus Krefeld wurden die Schwarz-Gelben ihrer Favoritenrolle bereits mehr als gerecht: Alle vier Partien gingen an die Pinguine, die sich dabei elf von zwölf zu vergebenen Zählern sicherten. Jedoch zeigten die Oberpfälzer dabei meist starke Leistungen und brachten den Ex-DEL-Klub häufiger an der Rand einer Niederlage. So zum Beispiel auch im ersten direkten Duell in der Regulären Saison, als sich die Eisbären Ende November auswärts erst nach Verlängerung unglücklich mit 2:3 geschlagen geben mussten – Pierre Preto hatte doppelt für seine Farben eingenetzt (davon ein Powerplay-Tor). Auch im zweiten Aufeinandertreffen kurz vor Weihnachten schlugen sich die Flache-Schützlinge beachtlich: Vor eigenem Publikum kratzen sie beim 3:4 wieder an einem Punktgewinn, doch der Ausgleich gelang kurz vor Schluss nicht mehr (Treffer durch Corey Trivino, Preto in Überzahl und Alex Berardinelli mit zusätzlichem Feldspieler auf dem Eis). Etwas deutlicher verliefen anschließend die beiden weiteren Begegnungen mit den Pinguinen: In Krefeld stand im ersten Spiel 2026 am Ende eine 1:4-Niederlage (Guillaume Naud hatte getroffen), Anfang März verlor Regensburg anschließend zuhause 0:4.
Starke Zahlen der Krefelder
Mit lediglich 13 Niederlagen aus ihren 52 Hauptrundenspielen sicherten sich die Seidenstädter souverän den ersten Platz der Tabelle und unterstrichen ihre Ambitionen. Sie holten 114 von 156 möglichen Punkten, stellten mit 194 erzielten Treffern den gefährlichsten Sturm der DEL 2 und mit nur 116 Gegentoren auch die mit Abstand stabilste Defensive. Eine schier unglaubliche Tordifferenz von +78 war die Folge. Vier der 15 besten Scorer der Liga kamen aus den Reihen des KEV: Die beiden kanadischen Angreifer Max Newton (73 Punkte) und Mathew Santos (67) führten die zweithöchste deutsche Spielklasse in dieser Kategorie sogar an, auf Rang 14 folgte Davis Vandane (53), der offensivstärkste aller Verteidiger – unmittelbar vor Ex-Nationalspieler Marcel Müller (51). Santos war dabei mit 34 eigenen Toren zweitbester Schütze der DEL 2. Wenig verwunderlich, dass jüngst Vandane zum Verteidiger und Newton zum Stürmer des Jahres gekürt wurden. Und auch Star-Headcoach Thomas Popiesch wurde ausgezeichnet – er ist der beste Trainer des Jahres.
Krefeld mit zehn ehemaligen Nationalspielern
Generell ist der Krefelder Kader sehr tief besetzt: Im Tor stehen mit Felix Bick und Danny aus den Birken gleich zwei ehemalige Nationaltorhüter zur Verfügung. Beide haben, ebenso wie Talent Julius Schulte, in der laufenden Saison eine grandiose Fangquote von weit über 91 Prozent zu verbuchen. Mit Ole Blumenkamp, Ruven Lutz und Jan Sattler stehen weitere drei starke Nachwuchskräfte zur Verfügung, die allerdings bislang nicht zum Einsatz kamen. Die Verteidigung ist, neben dem offensivstarken Vandane, ähnlich hochkarätig und breit besetzt: Mit Oliver Mebus, Erik Buschmann, Mick Köhler und Steven Raabe trugen hier in der Vergangenheit bereits vier Akteure das Trikot der deutschen Nationalmannschaft – hinzu kommen die jungen, aber hochgewachsenen und etablierten Carl Konze und Leonhard Korus sowie der spielstarke Deutsch-Kanadier Zack Dybowski. Und auch im Sturm tummeln sich die Stars: Neben NHL- und DEL-Veteran Jon Matsumoto, der einst auch für sein Heimatland Kanada auflief, aber einen deutschen Pass hat, sind auch hier zahlreiche ehemalige deutsche Nationalspieler vertreten: Nebst bereits erwähntem Müller trugen einst auch Philip Gogulla, Kapitän Alexander Weiß und Jan Nijenhuis den Bundesadler auf der Brust. Die ohnehin schon starke Kontingentspieler-Riege um Defender Vandane und die Ausnahmestürmer Newton und Santos erhielt kurz vor Transferschluss noch Zuwachs durch den NHL-erfahrenen US-Amerikaner C. J. Suess, der finnische Edeltechniker Roope Mäkitalo komplettiert das Quintett. Mit den beiden gebürtigen Nordamerikanern Mark Zengerle (USA) und Adam Payerl (Kanada), die beide einen deutschen Pass haben, kommen zwei Routiniers mit reichlich AHL- und DEL-Erfahrung hinzu. Niclas Focks und Tim Schütz sind zwei vielversprechende Talente, aktuelle Nachwuchsnationalspieler. Die ebenfalls jüngeren Daniel Bruch (23 Jahre – 28 Scorerpunkte in der Hauptrunde) und David Černý (25 Jahre – 14 Zähler in nur 33 Einsätzen) sind auch immer brandgefährlich – Maximilian Hops spielt trotz seiner erst 23 Jahre bereits seine sechste DEL-2-Saison.
Formstarke Schlüsselspieler
In der Endrunde läuft Routinier Matsumoto bislang besonders heiß, kommt auf neun Torbeteiligungen in vier Einsätzen – damit liegt er sogar vor Santos und dem voll einschlagenden Neuzugang Suess mit je derer acht. Gogulla, Weiß, Newton und Abwehrspieler Köhler sammelten je fünf Scorerpunkte, Payerl, Zengerle sowie die Defender Vandane und Dybowski je vier, Schütz (durch einen Hattrick drei Treffer in nur zwei Einsätzen), Müller, Bruch und Buschmann je drei. Stammkeeper ist in den Play-offs bislang Bick, der in den vier Viertelfinalbegegnungen auf eine Fangquote von knapp 89 Prozent kam.
Die Eisbären können, abgesehen vom in der Endrunde nicht spielberechtigten Förderlizenz-Angreifer Noel Saffran, wohl weiterhin auf ihren gesamten Kader zurückgreifen. Letzte Karten für die bereits sicheren Regensburger Heimspiele gibt es unter www.ebr.live.
Übertragung und Infos
Informationen zu den Spielen: Von allen Partien berichtet Sporteurope.tv live (www.sporteurope.tv) Aus dem Rheinland sendet zudem das kostenlose Eisradio (www.eisradio.de)
Heimspiele im Überblick
Die (bereits sicheren) Heimspiele: Spiel 2: Eisbären Regensburg – Krefeld Pinguine Beginn: Samstag, den 4. April, 20:00 Uhr Spielort: Donau-Arena Regensburg Spiel 4: Eisbären Regensburg – Krefeld Pinguine Beginn: Mittwoch, den 8. April, 20:00 Uhr Spielort: Donau-Arena Regensburg Jeweils Öffnung Abend-/ und Abholkasse: 90 Minuten vor Spielbeginn (18:30 Uhr – nur sofern noch Tickets verfügbar) Jeweils Öffnung Fanzone: 2 Stunden vor Spielbeginn (18:00 Uhr) – ACHTUNG: Die Fanzone schließt 15 Minuten vor Spielbeginn (19:45 Uhr). Nach dem Spiel bleibt die Fanzone geschlossen. Jeweils Einlass ins Stadion: Ab 18:15 Uhr (für Dauerkarten) bzw. ab 18:30 Uhr (alle anderen Tickets).
Wichtiger Hinweis
WICHTIG: Die Eisbären Regensburg wurden darauf hingewiesen, dass der größere Parkplatz an der Vilsstraße (unter anderem Jysk, Fressnapf, TTL, Cube-Store, Restaurant Shangri-La) sowie der „Tedox“-Parkplatz nicht für Heimspiele genutzt werden sollen. Autos von Eishockey-Fans, die dort im Rahmen der Partien parken, könnten abgeschleppt oder mit Strafzetteln versehen werden. Tickets für die Eisbären-Heimspiele gibt es unter: www.ebr.live
Termine der Serie
Die Termine der Serie: Krefeld Pinguine – Eisbären Regensburg (2. Runde Play-offs – Halbfinale – „Best of Seven”)
- Spiel 1: Donnerstag, den 2. April, 19:30 Uhr – Yayla-Arena Krefeld;
- Spiel 2: Samstag, den 4. April, 20:00 Uhr - Donau-Arena Regensburg;
- Spiel 3: Montag, den 6. April, 17:00 Uhr – Yayla-Arena Krefeld;
- Spiel 4: Mittwoch, den 8. April, 20:00 Uhr – Donau-Arena Regensburg;
- Spiel 5 (falls nötig): Freitag, den 10. April, 19:30 Uhr – Yayla-Arena Krefeld;
- Spiel 6 (falls nötig): Sonntag, den 12. April, 17:00 Uhr – Donau-Arena Regensburg;
- Spiel 7 (falls nötig): Dienstag, den 14. April, 19:30 Uhr – Yayla-Arena Krefeld.
EVR Eisbären GmbH & Co. KG Regensburg / RNRed