Der SSV Jahn muss sich beim Auswärtsspiel in Aspach gegen den „kleinen“ VfB mit einer späten 1:3-Niederlage abfinden. Beim Trainerdebüt von Sascha Hildmann sah es gegen den VfB Stuttgart II lange Zeit nach einer Punkteteilung aus, ehe ein fulminantes Solo von Noah Darvich das Spiel zugunsten der Hausherren kippen ließ.
Der SSV Jahn ging mit frischem Wind auf der Trainerbank in die Partie: Sascha Hildmann übernahm vergangene Woche für Interimstrainer Munier Raychouni. In seinem ersten Spiel als Jahn Chef-Trainer wechselte Sascha Hildmann im Vergleich zum Pokalspiel gegen 1860 München dreimal: Felix Gebhardt kehrte zurück ins Tor und verdrängte Wechsel (nicht im Kader), Seidel spielte für den verletzten Strauss und Wurm ersetzte Mätzler (Bank). Auch auf der Gegenseite mischte VfB-Trainer Nico Willig nach zuletzt vier Niederlagen aus fünf Spielen durch: Draband ersetzte Drljaca im Tor, Nothnagel startete in der Viererkette für Herwerth und Sessa verdrängte Penna auf die Bank.
Taktisches Abtasten und Chancen auf beiden Seiten
Lange Zeit boten beide Teams den Zuschauern in Aspach viel Magerkost, vor allem der SSV Jahn agierte in der Anfangsphase noch verhalten. Das erste Ausrufezeichen setzten die Stuttgarter: Olivier prüfte Gebhardt aus spitzem Winkel (12.). Erst nach rund 25 Minuten nahm die Partie deutlich an Fahrt auf. Der VfB schraubte an der Führung, als Sessa das linke Eck nur um Zentimeter verfehlte und Olivier mit einem Distanzschuss erneut Gebhardt zur Parade zwang (25.). Auch die Jahnelf meldete sich nun im Spiel an und schaltete nach Fehlern im Stuttgarter Spielaufbau blitzschnell um. Kühlwetter zielte zunächst wuchtig genau auf Keeper Draband (31.), ehe Seidel einen schwer zu nehmenden Ball aus vier Metern über den Kasten setzte (35.). Wiederum war es Kühlwetter, der aus spitzem Winkel an Draband scheiterte (36.). Ein Freistoß von Sessa an die Latte durchbrach kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal die Lethargie (45.+3).
Darvich-Solo bricht den Bann, Doppelschlag bricht Jahnelf das Genick
Der zweite Durchgang knüpfte zunächst an die ereignisarme Anfangsphase an. Hüben wie drüben verzeichneten die Mannschaften lediglich Halbchancen. Erst in der Schlussphase ging das nächste Raunen durch das weite Rund: Sankoh lief alleine auf das Regensburger Tor zu, fand aber im stark reagierenden Gebhardt seinen Meister (74.). Auf der Gegenseite hatte die Jahnelf dann die Riesenchance auf dem Fuß. Nach einem feinen Doppelpass mit Adrian Fein tauchte der eingewechselte Philipp Müller alleine vor dem VfB-Tor auf, vergab die Führung aber kläglich (77.). Das rächte sich prompt: Eine starke Einzelaktion von Noah Darvich diente als Initialzündung für spektakuläre Schlussminuten. Der U-17-Weltmeister umkurvte fünf Regensburger Gegenspieler und traf per sehenswertem Schlenzer zum 1:0 (80.). Die Oberpfälzer verloren in der Folge ihre defensive Grundordnung. Nankiski nahm binnen zwei Minuten zwei Einladungen der Jahnelf an und entschied die Partie mit einem schnellen Doppelpack endgültig (87., 89.). Der SSV antwortete noch einmal durch den eingewechselten John Posselt, der zumindest den Ehrentreffer zum 1:3-Endstand markieren konnte (90.).
SSV Jahn Regensburg e.V. / RNRed