Zum letzten Auswärtsspiel der Saison reisen die Bunkerladies des ESV 1927 Regensburg morgen in den Breisgau. Mit der HSG Freiburg wartet in der zweiten Alsco Handball Bundesliga Frauen nicht nur der stärkste Aufsteiger der Liga, sondern auch ein Gegner, gegen den die Oberpfälzerinnen noch eine Rechnung offen haben.
Am Samstag, den 23. Mai, reist der ESV 1927 Regensburg zu seinem letzten Auswärtsspiel in der zweiten Alsco Handball Bundesliga Frauen in den Breisgau: Um 19:00 Uhr wartet das Duell mit der HSG Freiburg, dem mit Abstand besten Aufsteiger.
„Freiburg hat gerade in der Rückrunde schon einige Ausrufezeichen gesetzt“
Über weite Strecken der Hinrunde war der Höhenflug der „Red Sparrows“ noch nicht zu erwarten: Ein Trainerwechsel von Igor Bozic auf Simon Rittemann setzte neue Kräfte frei. Auch die Bunkerladies halfen mit, in dem sie ein eigentlich schon gewonnenes Spiel aus der Hand gaben und Freiburg beim knappen 28:27 die Punkte aus dem Bunker entführen konnte. Weitere starke Leistungen der HSG sollten folgen und eine zwischenzeitliche Serie von 13:1 Punkten beförderte die Badenerinnen auf Rang zehn 10 (25:31 Punkte). Die letzten drei Partien konnte Freiburg nicht gewinnen und deshalb werden die Gastgeberinnen besonders motiviert sein, das letzte Heimspiel zu gewinnen. Für die ehemalige ESV-Spielerin Saskia Probst wird es das letzte bei der HSG sein: Die Rechtsaußen, die mit 185/54 auf Rang zwei der Torschützenliste liegt, wechselt zur kommenden Saison zum Bundesligisten HSG Bensheim/Auerbach. Die zweite ehemalige Regensburgerin Johanna Brennauer hat dagegen ihren Vertrag verlängert und kann ab Juli mit Hanna Mehlhaff dort eine weitere Spielerin mit ESV-Vergangenheit begrüßen.
Die aktuellen Bunkerladies würden sich am Samstag natürlich gerne für die Hinrundenniederlage revanchieren. Das wird alles andere als leicht, denn in die Act-Now Halle dürften wieder über 600 Zuschauer kommen. An die Halle haben die Gäste allerdings eine gute Erinnerung, denn vor ziemlich genau zwei Jahren gewann Regensburg dort mit 27:26. Damals musste die HSG absteigen, in dieser Runde sind sie davon weit entfernt. Gäbe es Absteiger, hätte die Rittemann-Truppe neun Punkte Vorsprung.
„Freiburg hat gerade in der Rückrunde schon einige Ausrufezeichen gesetzt. Gerade die deutlichen Siege gegen Mainz und Bremen waren beeindruckend. Um dort zu bestehen, müssen wir das Tempospiel unterbinden, im Angriff die Zweikämpfe gewinnen und auch besser treffen als im Hinspiel“, sagt ESV-Trainer Bernhard Goldbach. Dessen Team ist gut drauf und konnte mit zuletzt fünf Siegen aus sechs Partien Rang sechs (34:22 Punkte, Tordifferenz plus 28) festigen. Diese starke Platzierung soll gegenüber Verfolger Werder Bremen (30:26, Tordifferenz plus 46) unbedingt verteidigt werden. „Zu unserer tollen Saison würde ein weiterer Auswärtssieg natürlich wie die Faust aufs Auge passen“, hofft der Sportliche Leiter Robert Torunsky auf einen erneuten Erfolg in der Fremde.
H.C. Wagner / Bunkerladies / RNRed