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Das Radwegenetz in Regensburg ist wieder um ein wichtiges Teilstück gewachsen: In Königswiesen wurden noch kurz vor Jahresende in der Dr.-Gessler-Straße Schutzstreifen für Radler abmarkiert. Damit wurde die Lücke zwischen der Friedrich-Ebert-Straße und der Kirchmeierstraße geschlossen.

Nun besteht für Radler eine durchgängige Verbindung etwa aus Kumpfmühl, der Ganghofersiedlung, dem Campus oder Königswiesen-Süd in Richtung Prüfening, Westbad oder Krankenhaus Barmherzige Brüder ? und umgekehrt.

Radfahrer-Schutzstreifen sind ein vergleichsweise neues Instrument der Radfahrerführung. Wenn sich diese gut bewähren, hat die Stadtverwaltung vor, diese in passenden Straßenabschnitten einzurichten.

"Bundesweite Untersuchungen in den letzten Jahren haben gezeigt, dass Schutzstreifen die Aufmerksamkeit auf den Radverkehr erhöhen", erklärt Rechtsreferent Dr. Wolfang Schörnig. "Sie sind kostengünstig und, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, leicht umsetzbar. Wir werden Schutzstreifen im Stadtgebiet dort einsetzen, wo sie sinnvoll sind und der Sicherheit dienen."

Was ist das besondere an Schutzstreifen?

Generell gilt, dass die Schutzstreifen den Radlern vorbehalten sind. Allerdings reicht der Raum zwischen den Schutzstreifen nur für das Begegnen zweier Pkw. Wenn sich ein Pkw und ein Bus oder Lkw begegnen, muss ein Fahrzeug auf den Schutzstreifen ausweichen ? natürlich ohne die Radler zu gefährden. Somit "gehören" die Schutzstreifen nicht immer allein den Radlern, sie bieten aber, so erklärt sich der Name, einen "Schutzraum" für Radler. Das Parken und Halten auf den Schutzstreifen ist nicht erlaubt.

Sind Schutzstreifen denn dann auch sicher?

In vielen Städten Deutschlands werden Schutzstreifen schon seit Jahren eingesetzt. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn die Verkehrsmengen, die Geschwindigkeiten und das Lkw-Aufkommen nicht zu hoch sind. An großen Hauptverkehrsstraßen, wie z. B. der Frankenstraße, müssen weiterhin Radwege gebaut oder Radfahrstreifen markiert werden. Langjährige Unfallbetrachtungen haben gezeigt, dass Schutzstreifen genauso sicher oder sogar sicherer sind, als Radwege bzw. der Verzicht auf eine Radverkehrsanlage.

Was sind noch für Effekte zu erwarten?

Dadurch, dass dem Autoverkehr nur noch ein deutlich schmalerer Bereich zur Verfügung steht, sinken üblicherweise die Geschwindigkeiten. Damit erhöht sich die Verkehrssicherheit, z. B. auch für querende Fußgänger, und der Verkehrslärm wird reduziert. Durch die Markierungen auf der Fahrbahn steigt auch die Aufmerksamkeit der Fahrer von ein- und abbiegenden Fahrzeugen. Die meisten Unfälle, bei denen Radler verletzt werden, passieren beim unachtsamen Abbiegen von Kfz, aber auch durch die Nutzung von Radwegen in falscher Fahrtrichtung.

Was wird noch mit der Maßnahme verknüpft?

Um das Queren von Fußgängern zu verbessern, wird die Mittelinsel im Bereich der Dürerstraße baulich eingerichtet. Bislang war die Insel nur markiert, was dazu führte, dass Autos immer wieder über die Insel fuhren und somit Fußgänger potenziell gefährdet haben. Auch die Haltstellensituation wird neu geordnet.

(Bild: Joujou  / www.pixelio.de)

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