Im Caritas-Krankenhaus St. Josef durften zehn Kinder selbst zu kleinen Chirurgen werden: Am DaVinci-OP-Roboter „operierten“ sie spielerisch Gummibärchen. Die Aktion der Jungen VHS bot spannende Einblicke in die moderne Medizintechnik und weckte große Begeisterung für Forschung und Chirurgie.
Zehn Mädchen und Jungen ab sechs Jahre durften sich selbst am DaVinci-OP-Roboter im Caritas-Krankenhaus St. Josef ausprobieren und ein Schälchen voller bunter Gummibären „operieren“. Die Kinder waren zusammen mit einem Eltern- oder Großelternteil auf Einladung der Jungen VHS in die Klinik gekommen und freuten sich sichtlich über diese außergewöhnliche Gelegenheit.
Kinder entdecken spielerisch die Welt der Chirurgie
Nach der Begrüßung und ein paar kindgerechten Erklärungen von Dr. Valerie Nonnenmacher, Funktionsoberärztin an der Klinik für Urologie unter der Leitung von Prof. Dr. Maximilian Burger, nahmen die jungen Besucher selbst an der Steuerungseinheit des DaVinci Platz. Die Hände in eine Art Joystick versenkt, den Blick auf den Monitor mit 3-D-Aufnahme der Gummibärchen gerichtet, durften sie die Süßigkeiten operativ versorgen. Geschickt steuerten die Mädchen und Jungs die etwa zwei Meter entfernten Greifarme des Roboters über der Patientenliege: Der Greifarm links nahm ein Bärchen hoch, überreichte es dem rechten mit dem kleinen OP-Messer. Mal wurde das Gummibärchen dann sanft wieder abgelegt, mal durchtrennt, mal ein kleiner Bärenhaufen von der einen auf die andere Seite transportiert.
Während ein Teil der Kinder konzentriert „operierte“, durften sich die anderen OP-gemäß einkleiden: Mit Kittel, Haube, Maske und Handschuhen wimmelten sie wie kleine Ärzte durch den Raum oder beobachten die OP direkt am Patiententisch. „Sehr cool ist das“, schwärmte ein neunjähriger Hobbyforscher, der daheim bereits Roboter programmiert. „Echt witzig“, fand ein Mädchen diesen Einblick in die Chirurgie.
Am Caritas-Krankenhaus St. Josef gibt es zwei hochmoderne DaVinci-OP-Roboter. Sie werden vor allem in den Kliniken für Urologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie der Allgemeinchirurgie eingesetzt. Sie unterstützen die Operationsteams durch sehr genaues, zitterfreies Arbeiten und die dreidimensionale Sicht mit zehnfacher Vergrößerung. Die Patienten können dank der minimalinvasiven Eingriffe schneller genesen.
Benannt ist der Roboter nach Leonardo Da Vinci, dem italienischen Universalgelehrten aus dem 15./16. Jahrhundert. Dieser schuf nicht nur das berühmte Gemälde der Mona Lisa, sondern forschte auch in Sachen Anatomie und Mechanik. Leonardo Da Vinci erdachte und skizzierte bereits lange vor der technischen Realisierbarkeit u.a. Flugmaschinen – und Roboter.
Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V. / RNRed