Der Movember


„Barba maiorum dignus est“ – der Bart macht den Mann! Dieses Zitat von Lehmann sagt alles (blackbeards). Mit großem Bart kommt aber auch große Verantwortung. Ob Vollbart, Drei-Tage-Bart oder Moustache, ob kraus, kurz oder lang – eines steht fest: Ein individueller Bart braucht eine individuelle Pflege. Denn die richtige Bartpflege ist entscheidend für Form, Aussehen und Hygiene. Vorbei sind die Zeiten, in denen es juckt, kratzt und die Bartpracht ausschließlich den Hipstern vorbehalten ist. Damit Sie für jede Bartlage gewappnet sind, haben wir für Sie die wichtigsten Grundregeln zusammengefasst.

Bart aber herzlich
Immer mehr Männer sind auf den Bart gekommen. Die damit richtig verbundene Pflege wird jedoch oft vernachlässigt. Gerade bei einem Vollbart denken viele: „Einfach wachsen lassen.“ Ganz so leicht ist es leider nicht. Denn kratzige, krause oder gar eingewachsene Barthaare sind ein Gräuel, und ausgefranste Konturen sehen einfach ungepflegt aus. Aber genau das passiert, wenn Mann den Bart einfach nur wachsen lässt. Wer seinen Bart tragen möchte, ohne negativ aufzufallen, sollte ihn trimmen. Einige Tropfen Bartöl machen störrische Barthaare – gilt nicht für Stoppeln – angenehm weich und samtig. Das kommt übrigens auch bei der Frauenwelt gut an. Neben der Bartwäsche mit Shampoo gilt deshalb: Morgens und abends das Öl gleichmäßig in die Kinnpracht einmassieren, sodass sich um jedes einzelne Barthaar ein feiner Ölfilm bildet. Allgemein läuft die Bartpflege immer nach dem gleichen Muster ab: Den Bart erst waschen, anschließend stutzen, kämmen, danach etwa mit Öl oder Bartwichse pflegen und zu guter Letzt den Bart stylen.

Schritt 1: Waschen
Barthaare sollten täglich oder zumindest genauso oft wie Haare gewaschen werden. Im Laufe des Tages sammeln sich nämlich Schweiß und Essensreste in den Haarzwischenräumen an. Am besten lässt sich der Bart bei der täglichen Dusche mitreinigen. Aber bitte nicht mit Duschgel, das würde die Barthaare austrocknen und schnell spröde aussehen lassen. Besser den Bart nur mit Wasser ausspülen und etwa alle drei Tage ein spezielles Bartshampoo oder Bartseife verwenden. Genauso wie für die Haare gibt es auch für den Bart Conditioner. Eine solche Spülung macht die rauen Haare etwas weicher, sie kratzen nicht mehr so stark und lassen sich später leichter stylen.

Achtung beim Abtrocknen! Nicht rubbeln und reiben, sondern nur trocken tupfen: Barthaare bekommen schnell Spliss.
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Schritt 2: Stutzen
Der Barbier und erfahrene Bartträger werden Ihnen empfehlen, Ihr Geld in einen wirklich guten Barttrimmer oder Barthobel zu investieren, damit Mann den Bart in Form bringen kann. Nur ein regelmäßig gestutzter oder getrimmter Bart wächst gleichmäßig und sieht gepflegt aus. Ein Vollbart franst sonst aus, und Oberlippenbärte können zum unfreiwilligen Schmutzfänger werden. Drei-Tage-Bärte können Sie einfach mit einem Scheraufsatz auf Ihrem Elektrorasierer trimmen. Zum Stutzen von längeren Bärten eignet sich eine spezielle Bartschere, mit der Sie die Haare wieder auf gleiche Länge bringen.

Achten Sie besonders darauf, dass die Konturen der gewünschten Bartform deutlich zu erkennen sind. So sieht der Bart automatisch gepflegter aus. Der Bereich, an dem die Koteletten in den Bart übergehen, muss besonders oft nachgebessert werden.

Schritt 3: Kämmen
Genauso wie Haare sollte auch der Bart jeden Tag durchkämmt werden. Kämmen Sie vorsichtig mit dem Strich nach unten, solange der Bart noch feucht ist. Nutzen Sie dafür einen speziellen Bartkamm. Er sollte nicht unangenehm über die Gesichtshaut kratzen, und es sollte nicht ziepen. Durch das sorgfältige Kämmen verhindert Mann, dass der Bart beim Trocknen in alle Richtungen absteht. Ein Bartkamm eignet sich vor allem für kleinere Bärte wie einen Schnurrbart. Eine bauschige Bartbürste ist das ideale Pflege-Equipment für Vollbartträger. Gute Bartbürsten haben meist Wildschweinborsten oder Borsten aus der veganen Tampico Fibre.

Schritt 4: Pflegen
Das Barthaar benötigt sehr viel Feuchtigkeit, die durch die Produktion von Talg in der Gesichtshaut reguliert wird. Meist ist das aber nicht genug, um sich richtig im Barthaar verteilen zu können. Zudem verliert das Barthaar durch die Verwendung von Haarshampoos zusätzlich an Feuchtigkeit. Umso wichtiger ist es, mit den richtigen Bartpflegeprodukten zu arbeiten. Einfach zwei oder drei Tropfen Bartöl auf die Fingerspitzen geben, verreiben und mit den Fingern durch den Bart fahren. Auf diese Weise pflegen Sie das Barthaar und die Haut am Kinn, außerdem machen Sie den Bart weicher, formbar und glänzend. Haut und Haare sind zudem von Mensch zu Mensch unterschiedlich, weshalb auch nicht jedes Öl für jeden geeignet ist. Mit unterschiedlichen Mischungen gehen Hersteller hochwertiger Bartpflegeöle darauf ein.

Schritt 5: In Form bringen
Nach der Pflege-Routine bietet sich für eine gutsitzende Gesichtsfrisur ein Bart-Wachs oder -Balsam an. Solche Styling-Produkte für den Bart geben den Haaren ausreichend Halt und Form, ohne für steife Barthaare zu sorgen. Wo kurze Barthaare noch relativ pflegeleicht sind, erschwert es Ihnen Ihr Bart mit zunehmender Länge, ihn in Form zu bringen. Der Balsam empfiehlt sich besonders bei Männern, die das Styling und die Pflege in einem Schritt erledigen wollen. Für den Oberlippenbart nehmen Sie am besten ungarische oder bayerische Bartwichse. Der Unterschied liegt hier in der Zusammensetzung.

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Warum haben manche Männer kaum einen Bartwuchs?
Eines gleich vorweg: Die Erklärung liegt nicht alleine am Testosteronspiegel. Denn zuständig für die Körperbehaarung ist vor allem das Hormon-Zwischenprodukt Dihydrotestosteron (kurz: DHT). Selbst ein Mann mit normalem Testosteron-Gehalt im Blut kann wenig Bartbehaarung besitzen. Entscheidend sind die Gene und ob der Körper in der Lage ist, viel Testosteron in DHT umzuwandeln. Ist er das nicht, wachsen weniger bis gar keine Haare. Das Zusammenspiel von Hormonen und Genen machen also den männlichen Bartwuchs aus.

Warum haben manche dunkelhaarigen Männer einen roten Bart?
Jeder weiß, dass Haar- und Augenfarbe von den Eltern, Großeltern und weiteren Vorfahren vererbt werden. Zunächst sind Gene, die die Haare bestimmen, sogenannte „unvollständig dominante Erbanlagen“: Sie beeinflussen sich gegenseitig, und es sind verschiedenste Kombinationen möglich. Allein schon deshalb kann die Behaarung an unterschiedlichen Körperstellen auch unterschiedlich gefärbt sein. In unseren Genen ist der Farbstoff Melanin enthalten. Zwei Formen von Melanin bestimmen die Haarfarbe: Das schwarze Eumelanin kommt hauptsächlich bei dunkelhaarigen Menschen vor, bei rothaarigen ausschließlich Phäomelanin, blonde hingegen besitzen beide Pigmentarten. Eine bestimmte Mutation des Chromosoms 16 (MC1R)sorgt dafür, dass ein roter Bart zustande kommt, obwohl man sonst keine roten Haare hat. Wenn nun durch zwei Genmutationen dieses MC1R-Gens weniger Phäomelanin in Eumelanin umgewandelt wird, dann entstehen rote Haare. Wenn Männer nur ein mutiertes MC1R-Gen geerbt haben, sind ihre Kopfhaare braun, da hier die Umwandlung von Phäomelanin in Eumelanin funktioniert. Ihr Bart kann aber sehr wohl rot gefärbt sein.
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Welcher Bart steht welchem Gesicht?

Rundes Gesicht: Vollbart, Ziegenbart, Ducktail, Henriquatre
Ovales Gesicht: Vollbart, Rap Industry Standard, Backenbart, Koteletten
Längliches Gesicht: Victor-Emanuel-Bart (Musketier-Bart), Oberlippenbart, Drei-Tage-Bart
Eckiges, Kantiges Gesicht: Vollbart, Zehn-Tage-Bart, Chin Strap

GEWINNSPIEL:
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